Der Stimmenwirrwarr drang nicht zu Kalea durch, sondern prallte an ihrem persönlichen Schutzschirm ab, genau wie die Mikrometeoriten an der Hülle des Raumschiffs, in dem sie lebte. Heute empfand sie die Temperatur kühler als sonst und fröstelte, doch nicht genug, um aus ihrer Starre auszubrechen. Sie wusste nicht, wie lange sie schon im Aufenthaltsraum saß und auf die Projektion der Außenaufnahme starrte. Ein leeres, schwarzes Nichts und gelegentlich ein paar kleine, helle Punkte. Weit weg.
Seit der Kursänderung hatte sich ihre Stimmung verändert. Dabei hätte die Aussicht auf eine Zukunft ohne einen metallenen Käfig sie glücklich machen müssen. Die Vorstellung, das erste Mal auf richtigem Boden zu stehen, echten Wind, Sonne und Regen auf der Haut zu fühlen. Ob es so anders als in den virtuellen Welten war? Die Aufregung um sie herum war groß. Endlich hatten sie eine Heimat gefunden. Nach so langer Zeit schien jetzt der perfekte Planet auf sie zu warten. Nicht wenige Mitreisende hatten über die vergangenen Jahre hinweg die Hoffnung beinahe aufgegeben. Doch kaum hatten sie die erfreuliche Nachric