„You see,
inasmuch as the living body contains the secret of life,
it is an intelligence.“
– Carl Gustav JungII –
Hast du dich schon einmal bewusst mit dem weiblichen Zyklus auseinandergesetzt? Weißt du genau, was wann und wie in dir passiert? Nein? Dann bist du damit wahrscheinlich nicht allein. Ich habe auch erst angefangen, mich genauer damit zu beschäftigen, nachdem eben alles nicht mehr so ganz normal war. Unabhängig davon, ob dein Zyklus regelmäßig ist und ob du das Gefühl hast, bei dir sei alles in Ordnung, oder ob du einen unregelmäßigen Zyklus oder vielleicht zurzeit gar keine menstruelle Blutung hast, ist es interessant zu wissen, was alles innerhalb eines Monats im weiblichen Körper passiert – oder eben auch nicht.
Wenn du deinen Zyklus besser kennst und verstehst, was alles passieren muss, damit es überhaupt zu einem Eisprung und einer Blutung kommt, kannst du auch besser erkennen, wo bei dir das Problem liegen könnte. Tatsächlich kann laut Jerilynn C. Prior, Professorin für Endokrinologie an der University of British Columbia in Vancouver, schon eine bewusste Beschäftigung und Auseinandersetzung mit dem weiblichen Zyklus und ein Kennenlernen des eigenen Körpers zu Verbesserungen bei Zyklusstörungen führen3. Ein bisschen mehr Achtsamkeit und Bewusstsein für die Vorgänge in unserem eigenen Körper kann also eventuell viel verändern.
In der Zeit zwischen dem Beginn der Menstruation mit 11 bis 15 Jahren (Menarche) und ihrem Ende zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr (Menopause) treten zyklische Veränderungen im weiblichen Körper auf: Monatlich durchlaufen wir eine Reihe von Prozessen und haben eine Blutung. Der Begriff Menstruation selbst leitet sich vom lateinischen „menstruus“ ab, was eben monatlich bedeutet. Diese Vorgänge werden von der Hypothalamus-Hypophyse-Ovar-Achse und den entsprechenden Hormonen verursa