: Oliver Fleck
: Flura neue Welten neue Freunde
: Stiilus Verlag UG (haftungsbeschränkt)
: 9783910324114
: 1
: CHF 8.80
:
: Science Fiction
: German
: 344
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das 28. Jahrhundert. Die Menschheit leckt immer noch ihre Wunden von dem über hundert Jahre zurückliegenden interstellaren Krieg zwischen den Kolonien. Als der Planet Flura, eine Wald-Welt mit intelligentem Leben, wiederentdeckt wird, wird eine Forschungskolonie errichtet. Um dort für Sicherheit und Ordnung zu sorgen, versetzt man Marshal Linda Marten dorthin. Als Marshal der Polizeibehörde Colonial Rangers muss sie sich um die Probleme der Siedler und der Maktis, den Einheimischen, kümmern. Während sie und ihre neues Team sich allmählich einleben, nähert sich am Horizont eine Bedrohung für die Siedler und die Einheimischen. Dies wird wahrlich eine Prüfung für Linda und ihre Freunde.

Oliver Fleck lebt im Rhein-Main Gebiet und wollte seit seiner Jugend schon immer schreiben. Ihn bewegt vor allem, was zwischen den Personen passiert und warum sie handeln, wie sie handeln.

Der Arm des Gesetzes


Salvador-Station,Miguel`s Dreamplace-Bar, Rycle 2734 AD

Colonial-Ranger-Marshal Linda Marten trat durch die Tür der wohl dreckigsten Bar der Galaxis und ließ ihre Ankunft einen Moment wirken. Ihr grauer Staubmantel mit den verblassten Sternensymbolen an den Schultern, ihr Stern an der Brust und dann ihr schwerer Revolver Marke"Undertaker" im Oberschenkelholster an ihrer linken Hüfte zeigten jedem, wen er vor sich hatte. Auf einem von Schwefelstürmen heimgesuchten Minenaußenposten konnte man sich nur als Gesetzeshüter behaupten, wenn man ein echt"harter Hund" war.

Rycle war eine relativ bewohnbare Wüstenwelt, die vom Ausschlachten und Wiederverwerten alter Schiffe lebte. Es war auch in den Stützpunkten auf dem Planeten immer schwül, es stank nach Schwefel und ohne Schutzausrüstung nach draußen zu gehen war reiner Selbstmord. Ein solcher Ort war eine Brutstätte für Kriminelle.

Deshalb war Linda hier, es ging um gestohlene Lebensmittel, die jemand von den Hydroponischen Gärten stahl, um sie auf dem Schwarzmarkt zu verkaufen.

Aber diesmal hatten die Schmuggler einen Wachmann getötet. Das Maß war voll.

Und die Schweine saßen hier in der einzigen Bar der Station.

Eine Bewegung zu ihrer Linken erregte ihre Aufmerksamkeit. Ein kleines Aquarium war in die Ecke der Wand eingelassen, genau neben der Tür. Irgendein außerirdisches blaues Viech mit Tentakeln und Fühlern dümpelte darin herum. Ekelhaft.

Die Menge in der Bar war verstummt, alle starrten zur Tür. Linda sah ihr Spiegelbild in der Scheibe des Aquar