: Holger Karsten Schmid
: Holotrope Bewusstseinszustände und die Verblendung des dritten Auges Zauber, Magie und Dämonie der Astralwelten in kritischer Beleuchtung
: TWENTYSIX EPIC
: 9783740760557
: Techniken des Heiligen und deren paranormalen Phänomene und Auswirkungen auf das Bewußtsein und Selbstverständnis
: 4
: CHF 8.30
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: Märchen, Sagen, Legenden
: German
: 664
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Di ses Werk beschäftigt sich mit außergewöhnlichen Zuständen des menschlichen Bewußtseins, die der Medizinphilosoph, Psychotherapeut und Psychiater Dr. med. Dr. phil. STANISLAV GROF als"holotrope Bewusstseinszustände" definierte, weil durch diese transpersonale Erfahrungen möglich werden. Im ersten Teil werde sämtliche Auslösebedingungen für die Induktion außergewöhnlicher veränderter Bewusstseinszustände aufgezeigt und die subjektiven Komponenten dieses inneren spirituellen Erlebens beschrieben. Von der transpersonal psychologischen zur religionskritischen und -historischen sowie vergleichenden religionswissenschaftlichen Deutung der Phänomene ausgehend wird der psychohygienische Nutzen dieser reflektiert. Im zweiten Teil werden zunächst die subjektiven Komponenten dieses inneren spirituellen Erlebens, des"kosmischen Bewußtseins", analysiert, sein Zauber und seine Dämonie aufgezeigt. Im dritten Teil werden verschiedene"Techniken des Heiligen" und ihre Anwendung im Kult und in der Therapie beschrieben. In den letzten Teilen dieses Opus Magnum geht es um transspirituelle, religiöse, weltanschauliche Interpretationen der paranormalen Phänomene und Inhalte transpersonaler Erfahrungen sowie deren Schlussfolgerungen auf das Menschenbild, dem Verständnis vom Sinn, Zweck und Ziel unserer Existenz, aber auch in welcher Weise diese den christlichen Glauben bestärken können.

Holger Karsten Schmid, geboren am 15.09.1968 in Marburg an der Lahn; Graphik-Design Studium in Hamburg, Kunsttherapie in Nürtingen, Psychologie an der Bergischen Gesamthochschule Wuppertal und Soziale Verhaltenswissenschaften an der Theologischen Hochschule Friedensau; 2000 Graduierung zum Magister Artium im Hauptfach"Soziale Verhaltenswissenschaften / Klinische Psychologie". Ausbildung zum Sozialtherapeuten für Suchtkrankenhilfe im Verfahren der Integrativen Therapie am Fritz-Perls-Institut (EAG) mit Abschluss. Streetwork Arbeit in Hamburg, von 2000 Co-Therapeut, von 2002 bis 2008 als Suchtberater, dann bis jetzt als Sozialtherapeut für Suchtkrankenhilfe tätig. Freischaffender Künstler, Autor, Speaker für spirituelle, religionskritische, religionshistorische und grenzwissenschaftliche Themen. Holger K. Schmid lebt in Bayern, ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

1 Bewußtsein: Ein Phänomen, das die Materie „transzendiert“9


Nur das bewußt Erlebte kann vermittelt werden. Das Bewußtsein ist eine notwendige Voraussetzung zur Erfassung von Wirklichkeit. Wenn es sich verändert, erscheint uns auch die Wirklichkeit verändert. Bei der Nah-Todesvision herrscht ein veränderter, überwacher Bewußtseinszustand vor. Bevor man also herangeht, um solche Erlebnisse zu betrachten, ist es notwendig, etwas über das „Phänomen“ des Bewußtsein zu wissen. Bewußtsein ist, wie das lateinische Wort con-scientia ausdrückt, ein Mit-wissen um das, was gerade geschieht, geschehen kann oder geschehen ist. Das englischeconsciousness = Bewußtsein, scheint mit dem Begriffconscientiousness = Gewissenhaftigkeit verwandt zu sein. Vom lateinischenconscienta, das sowohl „Gewissen“ als auch „Bewußtsein“ im engeren Sinne bedeutet, wirdconscience (Bewußtsein) bei DESCARTES auf den engeren Sinn begrenzt. Wir erinnern uns an der Vieldeutigkeit des Begriffs „Pneuma“, das sowohl Bewußtsein alsauch die sittliche Disposition beinhaltet. Ebenso ist „Bewußtsein“ ein mehrdeutiger Begriff, wie schon G.H. MEAD in den Sechzigern festgestellt hat.10 Es gibt ein Wirken Gottes im Gewissen der Menschen, was besagt, daß der, der heiligt und die, die geheiligt werden, alle von einem einzigen her sind (Hebr.2,11). Darauf komme ich später zurück!

Der Schöpfer des Begriffs „Bewußtsein“ ist CHRISTIAN WOLFF (1679-1754), der 1719 den substantivierten Infinitiv „Bewust seyn“ zum philosophischen Begriff erhob.11 „Bewußtsein“ ist im 19. Jahrhundert zu einer festen Größe geworden, die zwar inhaltlich verschieden gefüllt werden kann - und das macht den Begriff problematisch -, aber als Begriff fixiert vorliegt. Wie alle Begriffe Metaphern sind,