: Sabine Büntig
: Verschlungene Wege
: Books on Demand
: 9783758390777
: Sunny-Saga
: 1
: CHF 8.80
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 338
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Nach ihrem Schulabschluss stehen Patricia und Daniel vor der Frage, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Johanna, Marks Tochter aus erster Ehe, hat in Südafrika ein neues Zuhause gefunden und stellt sich mutig den Herausforderungen, die AIDS in dieses Land gebracht hat. Natascha macht eine schreckliche Entdeckung, aber wo ist Mark, als sie ihn am dringendsten braucht? Er blüht auf in seiner Tätigkeit als Reitlehrer, aber ist der Reiz groß genug, alte Gewohnheiten über seine Liebe zu Natascha zu stellen? Die Lage spitzt sich so dramatisch zu, dass jede Unterstützung benötigt wird, um sein Leben zu retten. Das ebenso wunderschöne wie ursprüngliche Südafrika stellt Natascha und Mark immer wieder vor neue Herausforderungen, die es zu meistern gilt.

Sabine Büntig, geb. 1966, lebt mit ihrer Familie in Nordhessen. Sie erfüllt sich mit ihrem Roman einen Jugendtraum. Das Schreiben gehört schon lange zu ihrem Leben, mehr als 1.000 Artikel sind in der Lokalredaktion der regionalen Tageszeitung sowie weiteren Zeitschriften erschienen. Kontakt: sunny-saga@gmx.de

14. Als Mark nach Hause kam, fand er Natascha auf der hinteren Veranda. Er betrachtete sie zunächst eine ganze Weile, ohne sich bemerkbar zu machen. Sie wippte versonnen in dem Schaukelstuhl, den er selbst in der letzten Nacht zum Schlafen genutzt hatte. Mit angezogenen Beinen wirkte sie so klein und verletzlich, dass sich sein Herz sehnsuchtsvoll zusammenzog. Ob sie ihn in der letzten Nacht auch beobachtet hatte? Was hatte sie dabei empfunden?

Seine Anwesenheit war wohl doch nicht unbemerkt geblieben. „Willst du eigentlich irgendwann zu mir kommen, oder hast du vor, den ganzen Abend dort stehenzubleiben?“, fragte sie, ohne sich dabei zu ihm umzudrehen.

Mit langsamen Schritten betrat Mark die Veranda und ließ sich ihr gegenüber in einen Sessel fallen. Schweigend musterte er sie. Von der Wut, die ihn den ganzen Tag begleitet hatte, war seit seinem Gespräch mit Vincent nichts mehr geblieben. Stattdessen spürte er die vertraute Verbundenheit, die ihn bei ihrem Anblick immer wärmte und ausfüllte.

Sie war seine Sonne, sein Lebensmittelpunkt, seine Gefährtin und Seelenverwandte - schlichtweg einfachalles, was er sich je erträumt hatte. Nur f