: Donald Kulesza-Betzen
: Keine Lust auf Heldentum
: Books on Demand
: 9783758396168
: 1
: CHF 8.80
:
: Romanhafte Biographien
: German
: 464
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Keine Lust auf Heldentum Jan und seine Kameraden sind junge, polnische Kavalleristen, die ihr Land heldenhaft gegen Hitler und Stalin verteidigen wollen. Sie erliegen jedoch der erdrückenden Übermacht der Feinde. Nach einer kürzeren sowjetischen Gefangenschaft, die sie bis ans Schwarze Meer nach Odessa verschlägt, werden sie im Frühjahr 1940 im Rahmen eines Austauschs nach Deutschland in die Pfalz (Donnersberggebiet) deportiert. Der Roman schildert in eindrucksvollen Bildern das Ende des 2. Weltkrieges und die erste Nachkriegszeit in der Nordpfalz. Keine Lust auf Heldentum führt durch die killing fields der Sowjets und Nazis und zeigt die Anfechtungen, die der Mensch aushalten muss, wenn er überleben will. So wird der vorliegende biografische Roman zu einer Heldensaga wider Willen. Er beruht auf Tatsachen.

Der Autor war Studiendirektor für Geschichte, Politik und Literatur. Er ist Vater zweier erwachsener Kinder. Mit seiner Frau lebt er bei Bad Kreuznach und liest gern und viel. Noch immer hängt er an seinen alten Leidenschaften: Literatur und Geschichte, aber auch Motorrad und Fahrrad fahren. Seit seiner Pensionierung schreibt er vor allem biografische Romane und Gedichte.

III

Im September 1919 kehrte die Familie Duda nach Polen zurück und ließ sich in der Kleinstadt Poddębice nieder. Sie liegt in der Woiwodschaft Łódź am Fluss Ner. Poddębice ist heute Sitz des Powiats Poddębicki und Hauptort einer Stadt- und Landgemeinde.

Piotr kaufte ein kleines Haus und einige Äcker dazu. Poddębice war damals noch überaus ländlich geprägt und ist es auch heute noch. Es war selbstverständlich, dass man neben der Heimarbeit noch einige Felder bestellte, um genug Nahrungsmittel zur Verfügung zu haben. Man muss sich eine altertümliche, bäuerliche Hauswirtschaft vorstellen. Die Menschen pflanzten Kartoffeln und Gemüse an, pflegten einen großen Garten und hielten einige kleinere Haustiere: Ziegen, Stallhasen, Hühner und meist noch einige Schweine. Ein Schwein wurde für den Eigenbedarf geschlachtet, ein weiteres nach dem Mästen auf den lokalen Märkten verkauft.

Piotr hatte Schulden gemacht, die aber überschaubar waren und mit Fleiß und Sparsamkeit langsam zurückbezahlt werden konnten. Am Ende dieses Jahres wurde die Schwester Veronica geboren. Mit diesem glücklichen Ereignis war die kleine Fa