: Roger Bandai, Annie G. Bauer, Royana Helmar, Vanessa K. Minden, Thursday Next, Peter M. Wagner, Marc
: Zwischen-Welten Eine Science Fiction Anthologie
: Books on Demand
: 9783758398605
: 1
: CHF 4.50
:
: Science Fiction
: German
: 438
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Eine fremdartige Lebensform aus den Weiten des Alls findet die Erde. Die wolkigen Gestalten, die in Wirklichkeit jeweils aus Millionen einzelner Mikro-Wesen bestehen, treten voller Hoffnung mit dem Planeten in Kontakt. Und eine fatale Kette von Missverständnissen nimmt ihren Lauf. Zusammen mit ihren Soldaten bekämpfen Rom und Athene grauenhafte Bugs - Unmengen käferartiger Wesen, die nach dem Absturz eines Raumschiffs ihre Welt infiltriert haben und alles zerbeißen, was sich ihnen in den Weg stellt. Entgegen allen Regeln dringen die beiden jungen Leute in das Wrack des Raumschiffs ein, um das Übel endlich an der Wurzel zu packen. Aber nichts ist, wie es scheint. Cadoc ist Soldat und weiß, dass sie verloren haben, denn die überlegenen Helix werden auch seinen Planeten Alexios in Kürze erobern: Sklaverei oder Tod warten auf sie alle. Nur ein paar Glückliche werden sie noch evakuieren können. So gibt es nur noch ein einziges Ziel für Cadoc: Seine geliebte Schwester Haya muss in eines der Evakuierungsschiffe - wenn er sie nur davon überzeugen könnte! Der Sternen-Seefahrer Quill bettet seine geliebte Frau Kahni zur Ruhe, nachdem die Strahlenkrankheit sie getötet hat. Ebenfalls krank, will er in seiner Verzweiflung nur noch sterben. Doch der verrückte Kapitän Myst kann ihn davon überzeugen, stattdessen mit seiner todgeweihten Crew den Spuren des mysteriösen Sternenwals zu folgen: Auf abenteuerliche Weise segeln sie hinaus in den Weltraum, um den sagenumwobenen Planeten zu finden, auf dem ihre geliebten Toten noch leben. Diese und mehr als ein Dutzend weitere Geschichten aus dem schier grenzenlosen Reich der Science Fiction, verfasst von acht aufstrebenden Autorinnen und Autoren, finden sich in Zwischen-Welten: Eine Science Fiction Anthologie. Lassen Sie sich von der überraschenden Vielfalt dieser Erzählungen in die unterschiedlichsten Welten entführen!

Felix Terborg wurde 1998 in Kassel geboren und schreibt Science Fiction. Fremdartige Welten, unübliche Erzählformen - diese Dinge stehen im Zentrum seiner Geschichten.
Panspermie

von Roger Bandai

Feng und ich standen unter der Highwayauffahrt nach Blue Diamond District, in der Schlucht zwischen mächtigen Betonpfeilern und Bergen von zurückgelassenem Müll. Gut geschützt vor den Blicken der Hauptstadt von Xentronia machten wir dort unsere Geschäfte. Hier lagen Megatonnen von undichten Bioschlackebehältern und Haufen von Cyberschrott, sinnlos und unbrauchbar gewordene Technik für die vollsynthetische Hochglanzzivilisation, für uns aber Ersatzteile und Nahrung. Festgeschmorte Drähte quollen aus ausgeschlachteten Synthetikorganen hervor, verbrannt und verdreht. Es war die Heimat des erbärmlichen Restes des biologischen Lebens von Xentronia – der Junk-Tumor-Complex – unsere Heimat.

»Also was ist jetzt, Feng?«, murmelte ich.

Irgendwoher hörte ich ein Schaben. Wahrscheinlich kramte jemand im Müll nach Resten von Industriechemikalien, um daran zu nuckeln. Auf dem Beton verteilt lagen überall Zugedröhnte. Wir hatten uns hier festgesaugt wie Nacktschnecken an einer Mülltonne. In einem Zustand fieberhaften Delirs, zitternd, brütend, und ständig auf der Suche nach Stoff. Einige versammelten sich um brennende Mülltonnen. Der Rauch und die Wärme von diesen kleinen Feuern stiegen entlang der Betonwände in die Luft auf, bildeten wirre Schatten und wirbelten die Rußpartikel des letzten echten Lebens dieses Planeten durcheinander.

Fengs Synthhand wanderte zu seiner Brust. Ich machte mich bereit, ihm eine mit meinem karbonverstärkten Ellenbogen in sein Plastikgesicht zu verpassen.

»Hey, cool bleiben Ash! Ich hab’ nichts verkauft, nur getauscht. Gegen dieses Baby …«

Eine Klappe in seiner Brust ging auf, Dampf zischte hervor. Er nahm einen Flachmann raus und trank.

Seine Bewegungen waren eckig, aber sicher nicht vom Stoff. Es war wegen seiner ungeölten Synthgelenke. Er l