Der Weg von Pula nach Wels in Oberösterreich
Überraschenderweise oder sollte ich von einer nicht erwartenden Sensation sprechen, wenn ich an meine erste Weltmeisterschaftsteilnahme von PingPongParkinson in Pula, Kroatien denke.
Im Doppel mit meinem Partner Jürgen verpassten wir ganz knapp den Titel des Weltmeisters. Mit einer Bronzemedaille beendeten wir aber das Turnier in Pula.
Jürgen durfte sich auch noch im Mixteam mit Margret Vizeweltmeister nennen. Zu dritt sind wir mit unserem Betreuer Marco und dessen Frau Sandra in das Abenteuer Istrien gegangen und fuhren mit 5 Medaillen nach Hause.
Erfolge machen geil und ich war geil auf noch mehr Erfolg bei PingPongParkinson. Ich nahm mir nach dem Turnier in Kroatien vor, irgendwann einmal die Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft zu erspielen.
Ich spiele seit einem guten Jahr Tischtennis. Begonnen habe ich mit dem Ping Pong als Therapiemaßnahme gegen meinen Morbus Tremor. Ich hätte vorher niemals gedacht, dass dieser Sport mich so an sich fesseln würde.
Die Monate nach der PingPongParkinson-Weltmeisterschaft wollte ich nutzen, um noch mehr und besser zu trainieren.
Damit ich mich an den Wettkampf gewöhne und meine überdurchschnittliche Nervosität in den Griff bekomme, meldete mich der TTV Hervest-Dorsten für den Meisterschaftsspielbetrieb an. Ich sollte also in der 8.
Mannschaft in der Hobbyliga meine erste Saison spielen. Auch half ich in der Kreisklasse in der 6. und 7.
Mannschaft aus und zahlte sehr viel Lehrgeld. 24 Spiele musste ich dem Gegner zum Sieg gratulieren. Eine echt frustrierende Phase, die ich durchlaufen musste. Das letzte Saisonspiel, das 25. war es dann, das mir den ersten Erfolg bescherte. Mir gelang mein erster schon nicht mehr geglaubte Sieg. Doch davor durchging ich das Tal der Tränen und Demotivation.
Ich nahm mir zwar nach Pula vor, durch mehr Training besser zu werden, doch der Fortschritt blieb aus und ich verzweifelte immer mehr. Auch gesundheitlich holte mich meine Krankheit brutaler ein. Meine Bandscheiben schmerzten unerträglich und es gab Tage, an denen ich nicht laufen konnte. Ich wusste einfach nicht weiter. Die Ärzte konnten mir auch nicht wirklich helfen und ich dachte daran, das Handtuch zu werfen.
Ich fiel in ein Loch und hatte Schwierigkeiten, dort wieder herauszukommen.
Drei