Einleitung
Klima- und Gesundheitsschutz: Planetary-Health-Lösungsansätze
JOHANNE PUNDT, VIVIANE SCHERENBERG
Laut dem europäischen Klimawandel-Dienst Copernicus (Copernicus Climate Change Service, kurz C3S) war der Juli 2023 der heißeste bisher gemessene Monat weltweit (vgl. C3S, 2023). Für die Sonnenenergiebranche ist diese Nachricht ein Traum, also ein klares Plus für die erneuerbaren Energien und für die Photovoltaik, aber ein bemerkbares Minus für unsere Gesundheit. Die Auswirkungen des Klimawandels sind weltweit spürbar: Intensive Hitzewellen, massive Trockenheit, zunehmende Waldbrände und starke Überschwemmungen setzen den Menschen, der Natur und auch der Landwirtschaft zu. Diese katastrophalen Entwicklungen – insbesondere die Hitzerekorde – führen nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zu einer Übersterblichkeit, verbunden mit befürchteten Engpässen in der Gesundheitsversorgung. Die internationale Vereinigung der nationalen Gesundheitsinstitute (International Association of National Public Health Institutes, kurz IANPHI) betont daher zu Recht, dass im Klimawandel eine große Bedrohung für die öffentliche Gesundheit der Weltbevölkerung liegt (vgl. IANPHI, 2021, S. 3).
Auch die Veranstalter/‑ innen des 14. APOLLON Symposiums, das im Herbst 2022 stattfand, nahmen diese Zunahme an Extremereignissen in den Umweltnachrichten – den Klimawandel und seine Folgen für die Gesundheit – zum Ausgangspunkt ihrer Konzeption. Unter dem Titel „Planetary Health: Herausforderungen und nachhaltige Lösungen zum Umwelt-, Klima- und Gesundheitsschutz“ kamen etliche Expertinnen und Experten unterschiedlichster Disziplinen zusammen, um in Vorträgen und Workshops aktuelle Tendenzen und Entwicklungen der Zusammenhänge von Umweltproblemen und m