Blutrotes Vermächtnis
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Ingrid Reidel
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Blutrotes Vermächtnis
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vss-Verlag
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9783961273522
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1
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CHF 5.30
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Krimis, Thriller, Spionage
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German
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284
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kein Kopierschutz
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PC/MAC/eReader/Tablet
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ePUB/PDF
Lotte freut sich, als sich eines Tages ein attraktiver Mann in ihr altes Jagdhaus im Odenwald verirrt. Ohne ihren Vater zu fragen, der ihr immer alles verbietet, richtet sie dem attraktiven Mann ein Notquartier ein. Fasziniert von ihm beobachtet sie ihn heimlich vor dem Schlafengehen, bis ihr selbst die Augenlider zufallen. Als sie erwacht, ist nichts mehr so, wie es vorher war. Der Mann ist tot. Lotte ist verzweifelt, sie nimmt an, dass ihn ihr Vater getötet hat. Ihr ganz persönlicher Albtraum beginnt. Die 1960 in Weinheim geborene Autorin ist Mediengestalterin und Erzieherin. 2012 begann sie ein Online-Studium: Autorin werden und verlegte sich auf die Sparte Krimikurzgeschichten sowie auf Short-Storys im humoristischen Bereich. Besonders bekannt wurde sie durch ihren skurrilen schwarzen Humor. Die Autorin wurde mehrmals ausgezeichnet. Sie stand auf der Shortlist der Wiener Kriminacht, war im Finale der Art Experience in Baden bei Wien und gewann den Deutschen Kurzkrimi-Preis Tatort Eifel. Ingrid Reidel ist Mitglied bei den Mörderischen Schwestern und den Bloody Maries. Sie ist Mutter einer Tochter und wohnt mit ihrem Partner in einem alten Anwesen in Weinheim.
Lotte erschrak und hob ruckartig den Kopf. Hatte sie nicht ein Geräusch gehört? Das Aufheulen eines Motors. So spät noch? Sie legte ihr Buch auf dem Teewagen neben sich ab, bereit, jederzeit aufzustehen. Doch im nächsten Moment wurde ihr klar, dass es lediglich der Schneesturm draußen war, der sein Unwesen trieb. Und dass es bereit düster geworden war. Ein ganz normaler Schneesturm an einem winterlichen Abend und für die Höhenlagen des Odenwaldes nichts Ungewöhnliches. Lotte atmete auf und lehnte sich zurück. Sie hatte nicht einmal gemerkt, dass sich das Wetter geändert hatte. Auch nicht, dass es im Wohnzimmer inzwischen recht frisch geworden war. Bevor sie sich weiter ihrem Buch widmete, stand sie auf, ging zu dem Jagdofen hinüber, bückte sich hinunter und legte Holz nach. Es war ein alter Ofen, so wie hier fast alles alt war, mit verschnörkelten Jagdmustern auf dem schwarzen Schamottkorpus. Er stand schon hier, seit sie zurückdenken konnte. Fünfunddreißig Jahre lebte sie hier. Seit sie ein Kind war, und Paps lehnte es kontinuierlich ab, ihn durch eine moderne Heizung zu ersetzen, sofern es hier draußen überhaupt möglich gewesen wäre. Das fand sie nicht schlecht. Sie liebte es, von gewohnten Dingen umgeben zu sein. Es hatte etwas Beruhigendes, Vertrautes. Veränderungen gab es nur dort draußen. Vor manchen musste man sich richtig in Acht nehmen. Nur mal gedacht, sie ginge hinaus in den Wald, um Holz zu sammeln, die W