Baldurs Charme
Baldur saß auf seinem Ross und blickte über die Anhöhe. Vor ihm lag ein kleines Dorf. Er war lange durch das Land der Bergriesen geritten. Drei der Riesinnen hatten ihn dabei zu fangen versucht. Er hatte versucht, sie abzuwehren. Denn als die Riesinnen den schönsten Gott aus Asgard gesehen hatten, hatten sie sich sofort unsterblich in ihn verliebt.
Zwei der Riesinnen war er mit seinem guten Ross mühelos entkommen. Doch die Dritte war schlau gewesen. Sie hatte ihn in eine Falle gelockt. Zuerst hatte es so ausgesehen, als würde er ihr entkommen. Doch mit gezielten Steinwürfen hatte sie ihn in eine Schlucht getrieben, ohne dass er es gemerkt hatte. Als sie sich dann gegenüber standen, hatte sie ihm ihre ewige Liebe geschworen und versprochen immer gut zu ihm zu sein, solange er nur keine andere Frau ansah. Als Baldur jedoch sein Schwert zog, hatte sie nur laut gelacht und aus ihrem Umhang ein Netz geholt, welches sie mit nur einem Wurf über ihn und sein stolzes Ross geworfen hatte.
Drei Tage hatte er in ihrem Verlies gesteckt. Nur indem er vorgab, dass er sie auch unsterblich liebte, h