Matthias Alexander
Sammler
Der rostbraune Lada knatterte und stotterte über die Autobahnabfahrt nordwärts. Lars saß auf der Rückbank und zählte die Punkte an der Wagendecke, wie es seine Mutter zur Eindämmung der Langweile vorgeschlagen hatte. Er war acht Jahre alt, und sein sechsjähriger Bruder Björn war neben ihm eingedöst. Der Kururlaub an der See brach an, und langsam stieg ein vertrauter Duft nach Salz und Dung in seine Nase.
Mutter Regine wandte sich vom Beifahrersitz nach hinten und zwinkerte ihm zu. Ihre rotbraunen Locken hatte sie zu zwei Zöpfen geflochten. Sie hatte blau-türkise Augen, und Sommersprossen tummelten sich auf ihrem Möhrensaft-Teint. Vater Wolfgang trug ein fliederfarbenes Hawaiihemd und darunter eine feingliedrige Goldkette. Seine Sonnenbrille war fast so schwarz wie der dichte Vollbart.
„Der Junge braucht vielleicht Hilfe“, zisch