JACQUI FREVEL
DER TREPPENLIFT
Ja. Ich wollte es auch. Hatte mich einverstanden erklärt. Der Liebe wegen. Natürlich wollte ich endlich wieder ankommen, mein Herz öffnen, ein Zuhause für die Kinder, für mich und auch für dich finden.
Sollte ich es wirklich toll finden, künftig auch noch deinen behinderten Kumpel mitzuversorgen? Ich hatte ihn noch nicht einmal mit Beinen gekannt – also bevor er sich vor den Zug geschmissen hatte. Du erzähltest mir nun ständig, dass er vorher, mit Beinen, genauso groß gewesen wäre, wie du – als könnte mich dieses Argument irgendwie zum Umdenken bewegen.
Die Kinder waren sofort einverstanden, es gab sogar Streit. Darum, wer Michael zuerst in unsere Etage tragen dürfte, damit er unten nicht so alleine wäre.
Auch als ich ihnen erklärte, dass Michael kein Haustier sei, das man beliebig umhertragen könne, blieben sie fest in ihrer Absicht, einen Transportdienst einzurichten. Vielleicht fanden die Kids aber auch nur die Jugendstil-Villa so verlockend. Die würden wir nur beziehen können, wenn Michael mit uns einzöge.
Ja. Finanziell wäre diese Konstellation eine attraktive Lösung. Wir würden leben wie die Von-und-Zus dieser Welt – eine Vorstellung, die mich reizte, aber mir auch ein wenig Bauchschmerzen bereitete.
Die Villa erstreckte sich über drei großzügige Etagen. Wir würden uns somit gut aus dem Weg gehen können, jeder bekäme seinen Freiraum, und trotzdem könnten wir immer, wenn uns danach wäre, zusam