: Jörg Becker
: Klassentreffen 60 Jahre OImb
: Books on Demand
: 9783758355301
: 1
: CHF 8.80
:
: Romanhafte Biographien
: German
: 264
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Konzept der algorithmengeschaffenen Informationsblase, d.h. Echokammern, soziale Milieus, an dem Gleichgesinnte unter sich sind und bleiben. Sich ständig kognitiver Dissonanz auszusetzen, kann leicht Kopfschmerzen bereiten. Manchmal melden sich auch Klassentreffen zu Wort, ein Geselligkeitsklassiker zwischen Familie, Verein und Beruf. Eine heiliggesprochene Kultur der Zusammenkunft, mit der Zeremonien zelebriert werden, von den einen gemieden, von anderen immer wieder herbeigewünscht, um sich an biografische Phasen zu erinnern, denn man einst glaubte entronnen zu sein. Immer vollziehen Klassentreffen einen Drahtseilakt zwischen divergierenden Zugehörigkeiten, ein Abenteuer der Begegnung, formiert eine Gruppe, die sich kennt, und doch wieder nicht kennt. Klassentreffen sind eine Mischung aus Familienfeier und Betriebsjubiläum, aus Zeitreise, Standortbestimmung und persönlicher Bilanz. Ehemalige Schüler werden in ihre eigene Vergangenheit zurück katapultiert und tun dabei so, als wäre eine zufällige zusammengewürfelte Mannschaft aus vergangenen Tagen auch heute noch wichtig: die Weggefährten von einst funktionieren auch als Spiegel. Im Vergleich mit den anderen gewinnt der eigene Lebensweg an Kontur.

Management Coaching, Executive Coaching, Leadership Coaching, Basics Coaching. Diplomkaufmann Jörg Becker, Friedrichsdorf, hat Führungspositionen in der amerikanischen IT-Wirtschaft, bei internationalen Consultingfirmen und im Marketingmanagement bekleidet und ist Inhaber eines Denkstudios für strategisches Wissensmanagement. Managementerfahrungen u.a.: IKT-Wirtschaft, Internationale Consultingfirmen, Wissensintensive Unternehmen, Softwaremarketing. Managementinformation, Projektmanagement. SpG: Personalbilanz, Wissensmanagement, Startup-Betriebswirtschaft, Erfolgsplanung, Standortbilanz, Wirtschaftsförderung, Clustermanagement, Regionalmarketing. Seminare für Führungskräfte, Publishing, Content Management.

Letzte gemeinsame Feier

Irgendwann klingt jede Schulzeit eben einmal aus. Wehmut hierbei beschleicht einen erst lange später, vielleicht bei einem Rückblick wie diesem hier. Das Ende des Primanerseines, der höchsten an jener Schule im Land erreichbaren Stufe, wurde jedenfalls von allen heiß herbeigesehnt. Man feierte und auch der Hanauer Anzeiger war wieder dabei mit seinem Artikel „Ball der Bälle – Pauker und Pennäler amüsierten sich – Offizieller Schulball der Hohen Landesschule ein großer Erfolg“: Gestern abend veranstaltete die Hohe Landesschule ihren obligatorischen Schulball, den die Oberprimaner organisiert hatten. Lehrer, zahlreiche Ehrengäste, unter ihnen Oberbürger-meister Dröse, Freunde und Förderer der Schule und die Schüler fanden für einige Stunden Entspannung beim Tanz in der Stadthalle. Man saß im gut gefüllten Saal, unterhielt sich über das Wetter, das für die Autofahrer wieder Glatteis bringen sollte, und natürlich über die Schule, obwohl dieses Thema auf dem Hola-Ball tabu sein sollte. Nach dreifachem „akademischen Viertel“ wurde das heimliche Flehen der Tanzwütigen erhört und der „Hola-Ball 62“ offiziell durch Oberstudienrat Mikasinovic eröffnet.Die Kapelle Stenner sorgte im Großen Saal für gepflegte Tanzmusik, im Kleinen Saal „jazzten“ die „Smoke-House“, die beim bundesdeutschen Jazzfestival einen guten Platz belegt hatten. Im Großen Saal sorgten Programmeinlagen für etwas Auflockerung. „Wer rastet, der rostet!“ verkündete eine Gruppe „würdiger Männer“ mit wallenden Rauschebärten (Gruppe abi63), die in Ringelhem