Kapitel 3
Als Maik und ich am nächsten Morgen zum Frühstück kommen, finden wir Mortimer dort bereits vor. Weil er den Mund voll hat, hebt er die Hand zum Gruß und lächelt.
Noch immer macht mein Herz vor Freude einen Satz, wenn ich seinen liebevollen Blick auf mir fühle. In den ersten Nächten hier auf Cabot Green träumte ich oft, ich sei wieder in meinem Zimmer bei Tante Katrina in Bad Steinach und würde Jonas die Treppe hochkommen hören. Ich starrte auf die Klinke, die sich langsam nach unten drückte, und dann stand Jonas vor mir. Angst und Verzweiflung schnürten mir die Luft ab ... Dann wachte ich auf und hörte das leise Schnarchen von Maik durch die offene Verbindungstür zwischen unseren Zimmern.
Ich hätte jedes Mal vor Erleichterung heulen können.
„Ich hoffe, ihr beide hattet eine angenehme Nacht.“
„Geht so“, antworte ich und bediene mich an dem typisch englischen Buffet, das Ms Miller wie jeden Morgen an der langen Seite des Esszimmer