: Karin Dörnhofer-Neumann
: Es passiert nie etwas in Long Nickleby Ein Lea-und-Maik-Krimi - Band 2
: Books on Demand
: 9783758389290
: 1
: CHF 5.30
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 298
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Seit ihrem abenteuerlichen Kurztrip nach Mailand verbindet die 16jährige Lea Winterberg und den 30jährigen Maik Mamba eine besondere Beziehung. Sie waren zwischen die Fronten zweier rivalisierender Banden von Juwelendieben geraten und entkamen nur dank des entschlossenen Eingreifens von Sir Mortimer Rooster, einem britischen Adeligen. Und nun leben sie bei ihm auf seinem Landgut Cabot Green in West Sussex nahe dem beschaulichen Örtchen Long Nickleby, wo niemals etwas passiert. Doch dann entgehen sie knapp einem Unfall, und ihnen wird klar, dass dieser Anschlag Sir Mortimer gegolten hat. Und dass es nicht der erste ist. Wer steckt hinter diesen gefährlichen Attacken? Plötzlich gibt es eine ganze Reihe von Verdächtigen. Dann verschwindet Sir Mortimers Verwalter spurlos. Und Lea und Maik geraten in tödliche Gefahr.

Karin Dörnhofer-Neumann ist 1960 in München geboren und lebt mit ihrer Familie in Rheinhessen. Schon während ihrer Schulzeit war sie berüchtigt für ihre fantasievollen Deutsch-Aufsätze, veröffentlichte im Jahr 1988 jedoch zunächst ein Sachbuch. Im Jahr 2021 folgte ihr erstes Kinderbuch und 2022 ein Kriminalroman für junge Leser."Es passiert nie etwas in Long Nickleby" ist die Fortsetzung davon.

Kapitel 3


Als Maik und ich am nächsten Morgen zum Frühstück kommen, finden wir Mortimer dort bereits vor. Weil er den Mund voll hat, hebt er die Hand zum Gruß und lächelt.

Noch immer macht mein Herz vor Freude einen Satz, wenn ich seinen liebevollen Blick auf mir fühle. In den ersten Nächten hier auf Cabot Green träumte ich oft, ich sei wieder in meinem Zimmer bei Tante Katrina in Bad Steinach und würde Jonas die Treppe hochkommen hören. Ich starrte auf die Klinke, die sich langsam nach unten drückte, und dann stand Jonas vor mir. Angst und Verzweiflung schnürten mir die Luft ab ... Dann wachte ich auf und hörte das leise Schnarchen von Maik durch die offene Verbindungstür zwischen unseren Zimmern.

Ich hätte jedes Mal vor Erleichterung heulen können.

„Ich hoffe, ihr beide hattet eine angenehme Nacht.“

„Geht so“, antworte ich und bediene mich an dem typisch englischen Buffet, das Ms Miller wie jeden Morgen an der langen Seite des Esszimmer