: Ruediger Dahlke
: Konflikte lösen und Krisen meistern Rituale als Schlüssel
: Scorpio Verlag
: 9783958035577
: 1
: CHF 14.40
:
: Lebensführung, Persönliche Entwicklung
: German
: 280
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
'Krisen gehören nun mal zum Leben.' Wirklich? Was wäre, wenn wir die natürlichen Lebensübergänge wieder als solche sehen könnten - als normal, als Chance, Altes loszulassen und sich weiterzuentwickeln? Geburt, Pubertät, Berufseinstieg, Familiengründung usw., all das sind potenzielle Auslöser für Krisen in unserer sich immer schneller drehenden Welt. Oft klammert man sich an vermeintlich Sicheres, wehrt sich gegen unausweichliche Veränderungen - und verpasst den Entschluss, mutig selbst den nächsten Schritt zu tun. Auch die im Leben jedes Menschen natürlichen Übergangsphasen werden häufig nicht als solche erkannt und stattdessen als negative Krisen erlebt, meist in Verbindung mit seelischen und körperlichen Beschwerden. Bestsellerautor Ruediger Dahlke zeigt, wie wir ungelöste Konflikte, die letztlich hinter allen Krisen stecken, erkennen und diese bewusst in Chancen verwandeln. Ein Schlüsselelement bilden Rituale, die uns die Möglichkeit geben, Lebensübergänge zu betonen, zu begleiten und zu erleichtern. Wir haben so viele Routinen im Alltag, die geradezu darauf warten, in Rituale verwandelt zu werden, um uns zu unserem und zum Besten aller zu wandeln. »Wenn uns bei allem, was uns stört, ärgert, wütend macht, bewusst ist, dass dies nur der Fall ist, weil es an unseren>Schatten< rührt, lässt sich aus jeder dieser Gelegenheiten ein wirklich umwerfendes Zauber-Ritual der Wandlung entwickeln.«

Dr. Ruediger Dahlke ist Arzt und Berater. Nach 30 Jahren Schattentherapie im von ihm begründeten Heilkunde-Zentrums in Johanniskirchen, baute er das Seminar- und Gäste-Zentrum TamanGa in der Südsteiermark, wo er live-Ausbildungs-, Fasten- und Meditations-Seminare wie auch die Ausbildung 'Integrale Medizin' gibt. Mit Younity veranstaltet er die 15-monatige Online-intensiv-Ausbildung 'BeraterIn für ganzheitliche Medizin'. Seine viel-und-70 Bücher in 28 Sprachen haben Millionen erreicht. Über Online-Vorträge, Adressen und social media hat er Kontakt zu einem äußeren Kreis von einer halben Million Menschen. Für den inneren Kreis seiner Plattform 'Dahlke4you.com' gibt er regelmäßig Sprechstunden, Meditationen und veröffentlicht neue Themen in Form von Webinaren, Buch- und Filmbesprechungen. Seine Live-Kurse finden in TamanGa statt, seinen Lebensschwerpunkt verlegte er wie auch die online-Aktivitäten 2018 nach Zypern, die Insel der Venus-Aphrodite.

TEIL I


ZUM URSPRUNG UND UMGANG MIT KONFLIKTEN UND KRISEN


Die Geburt als Urmuster von Konflikten und Krisen


Aus manchen Perspektiven erscheint das Leben wie eine Kette von Konflikten, die in modernen Zeiten in Krisen eskalieren. Tatsächlich begann das Leben auch gleich so. Auf dem Weg in die(se) Welt müssen wir schon durch einen Engpass. Sich aus der Gebärmutter zu befreien und deren Mund zu passieren, ist alles andere als ein »Kinderspiel«.

An solchen Engpässen spielen sich im Kleinen wie im Großen vielmehr Schicksale ab. An der Engstelle der Thermopylen etwa erzwang sich im Spätsommer des Jahres 480 v. Chr. ein riesiges persisches Heer unter Xerxes I. gewaltsam Zugang nach Griechenland. In der Geburt war es unser Kopf, der sich den Weg aus dem Wasser- ins Luftreich durch die enge Pforte von Mutters Gebärmutteröffnung erzwang. Diesen »Kopfsprung« aus der inneren (Frucht)wasserwelt ins äußere Leben an der Luft muss ein Kind wagen. Davor sollte es sich schon von Mutters Senkwehen umdrehen und mit dem Köpfchen ins kleine Becken schieben lassen, wo es wie in einem Schraubstock festhängt, bis ihm Presswehen im wahrsten Sinne des Wortes den Ausgang aufpressen und es hinaus ins Leben befördern.

Nicht alle Kinder lösen diesen Konflikt zwischen »gemütlich in der körperwarmen Fruchtwasserwelt bleiben« oder »sich in die Kälte der äußeren Welt pressen lassen« so konstruktiv. Denn es ist wahrlich keine leichte Entscheidung, die körperwarme weiche Innenwelt zugunsten der kalten und vergleichsweise harten äußeren Welt zu verlassen. Presswehen müssen pressen, und GeburtshelferInnenhände müssen herausziehen oder gar -zerren. Das Kind muss auf diesem Weg durch eine Art Niemandsland, wo es in äußerster Bedrängnis zwischen allen Stühlen beziehungsweise Welten hängt. Diesen Konflikt durfte ich dreißig Jahre mit PatientInnen der Schattentherapie1 miterleben. Stanislav Grof hat ihn in seinen G