: Annina Anderhalden, Annika Baumgart, Jens Gehres, Marcus R. Gilman, Katharina Lucas, Tanja Meurer, J
: Carmilla DeWinter, C. Keßler
: Beweisstück A - Neue Indizien Eine ace und aro Anthologie
: Books on Demand
: 9783758389139
: 2
: CHF 9.70
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 384
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Mordverdächtige Filmdiven und Märchenprinzessinnen, die lieber einen anderen Job hätten. Teenager und ein Wertiger, die an den Erwartungen ihres Umfelds verzweifeln. Ein Schneider und eine Gruppe Freunde, die mit magischen Rätseln konfrontiert sind, während Nerds sich mit der Postapokalypse herumschlagen müssen. 19 Geschichten dienen als neue Beweisstücke dafür, wie farbenfroh die Palette an asexuellen und aromantischen Figuren sein kann und welch vielfältige Möglichkeiten das Leben jenseits klassischer romantischer Paarbeziehungen bereithält. Mit Beiträgen von Annina Anderhalden, Annika Baumgart, Jay Blue-Corax, DasTenna, Carmilla DeWinter, Jens Gehres, Marcus R. Gilman, Kaj Iden, Gregor Jungheim, Katharina Lucas, Tanja Meurer, Morning Dew, Nayina, Lydia R. Noir, Finn A. Pieber, Juliane Seidel, skalabyrinth, Katherina Ushachov und Judith Wolfertstetter. Der komplette Erlös geht an den InSpektren Podcast n.e.V.

Im Jahr 1997 wurde Annina Anderhalden in der wunderschönen Schweiz geboren und begeistert sich seit der ersten Klasse mit der Welt des Schreibens und Lesens. Schon früh war für sie klar, dass sie sich auch in ihrem beruflichen Leben mit der Kreativität beschäftigen möchte, weshalb sie im Marketing arbeitet. In ihren Geschichten erforscht Annina gerne die Ränder von Normen und versucht, Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten zu zeigen.

Kobold


LYDIA R. NOIR

Leises, regelmäßiges Klackern, beruhigend und einlullend. Dazu das leichte Schwanken des Wagons. Draußen zieht die flache, von einzelnen Bäumen und ausgedehnten Feldern gesäumte Landschaft vorbei. Keine Eile oder Hektik der Großstadt ist zu spüren. Alles fällt von mir ab und bleibt auf der Strecke liegen. Ja, ich liebe es, mit dem Bummelzug zu fahren. Besonders, weil ich endlich meinen kleinen, wilden Kobold wiedersehen darf.

Schwankend hält der Zug am Bahnsteig an. Moos und allerlei Kräuter bedecken das Pflaster und das Wartehäuschen wird von Efeu überwuchert. Das lauteste Geräusch neben meinem eigenen Herzschlag und dem Vogelgesang ist das Konzert der Grillen, die die erste und mindestens auch die zweite Geige spielen. Ich strecke mich einmal kräftig und sauge die frische, würzige Luft in meine Lungen ein. Ein kräftiges Gähnen entfährt mir. Plötzlich durchbricht ein scharfes »Hände hoch! Das ist ein Überfall!« die Stille.

Ich erschrecke mich halb zu Tode, lasse reflexartig meine Reisetasche fallen und hebe meine Arme g