: Barbara Capponi
: So erziehst du deinen Menschen Empfehlungen einer Hauskatze
: Goldmann Verlag
: 9783641314095
: 1
: CHF 2.70
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: Geschenkbücher
: German
: 128
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Was Ihre Katze schon immer wissen wollte - wertvolle Ratschläge für die Erziehung des Dosenöffners.

Ein vergnüglicher Ratgeber, der Katzen zeigt, wie sie den richtigen Menschen finden und für ihre Bedürfnisse abrichten können.

Wir Katzen sind die mit Abstand beliebtesten Haustiere, allein im letzten Jahr residierten wir in mehr als 17 Millionen deutschen Haushalten. Zeit für einen Ratgeber, in dem katze erfährt, wie sie den perfekten Menschen finden und ganz nach ihren Bedürfnissen abrichten kann. Von der Raffinesse, einen Menschen zu verführen, bis zur hohen Kunst der ultimativen Intensivierung der Beziehung durch kurzzeitige Unauffindbarkeit gibt es viel Wissenswertes für das perfekte Zusammenleben mit dem Dosenöffner. Denn ist der Mensch gut erzogen, kann er ein nützlicher Begleiter sein.

Das perfekte Geschenkbuch für alle Katzenliebhaber*innen - zauberhaft illustriert.

»Humorv ll und scharfsinnig, dazu gespickt mit köstlichen Anekdoten und wertvollen Ratschlägen. Ein entzückendes Buch!« Il Tempo

Barbara Capponi (aka Babas), 1966 in Mailand geboren, ist eine bildende Künstlerin, deren Spektrum Illustration, Skulptur und Fotografie umfasst. Bevor sie sich hauptberuflich der Kunst zuwandte, war sie als Art-Direktorin in einer großen internationalen Werbeagentur tätig. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit widmet sich Barbara Capponi sozialen Projekten und ist insbesondere bei Amnesty International aktiv. Sie lebt mit ihrem Mann und ihrem Kater Kapitän Fracassa in Rom und in Monterosso al Mare.

Andrea Ferolla, 1961 in Gorizia geboren, ist Zeichner und Kreativdirektor der Modemarke Chez Dédé. Seine Kreationen und Bilder stehen für zeitlose Eleganz. Er ist Mitbegründer der Werbeagentur Ferolla Reina (u.a. Kate Spade, Assouline) und hat eine Professur für Grafikdesign inne. Seine Arbeiten werden regelmäßig in der Gray M.C.A Gallery in London ausgestellt und in Magazinen veröffentlicht. Andrea Ferolla lebt gemeinsam mit seiner Frau, der Fotografin Daria Reina, in Rom.

Allgemeine Anmerkungen zur Spezies


Menschen gehören zur Familie der Großaffen. Das ist nicht ihre Schuld.

Wie viele Primaten sind sie lebhafte, lärmende, mit Greifpfoten ausgestattete Lebewesen. Ihre Hinterpfoten sind durch die beharrlich eingenommene zweibeinige Haltung teils verkümmert.

Es sind große, länglich geformte, schwanzlose und im Vergleich zu anderen Affen recht tollpatschige Tiere; sie haben eine Mähne, die bei den Weibchen ausgeprägter ist, ansonsten sind sie unbehaart, von ein paar absurden Körperstellen abgesehen.

Ihre Schnauze ist flach, aber nicht hässlich, und das einzige entfernt katzenartige Merkmal sind die frontalen Augen; sie haben eine große, nahezu nutzlose Nase und unbewegliche Ohren. Die Männchen haben Schnurrhaare, mit denen sie aber offenbar nichts anzufangen wissen.

Das technisch gelungenste Körperteil sind die Vorderpfoten oder Hände. Diese verfügen über lange, mit läppischen Krallen versehene Zehen und können sich äußerst geschickt bewegen. Auf uns können sie einschüchternd wirken, fast wie eigenständige Tiere. Sie sind kraftvolle Präzisionswerkzeuge, und habt ihr euer Exemplar erst einmal abgerichtet, werdet ihr die zahllosen Vorteile eines euch zu Diensten stehenden menschlichen Händepaars sehr zu schätzen lernen.

Das auffälligste Merkmal dieser Zweibeiner ist, dass sie ihre Körper mit Dingen bedecken, die sich wie eine zweite Haut an sie schmiegen und zuweilen – wie ihr mit Grausen feststellen werdet – tatsächlich die Haut von jemand anderem sind.

Sie haben Dinge, die sie sich auf den Kopf setzen, vor die Augen schieben, an den Körper hängen. Gelegentlich stecken die Weibchen ihre Hinterpfoten in Dinger, die ihnen selbst die geringste Fortbewegung erschweren, und wenn sie ihren Bau verlassen, schleppen sie einen Haufen Zeugs mit, für das es eigene, Taschen genannte Behälter braucht.

Wie man sich unschwer vorstellen kann, kommt dieser ganze Krempel, mit dem sie sich umhüllen und behängen, ihrer Tollpatschigkeit nicht gerade zugute.

Nennen wir diese Besessenheit der Menschen mit DingenDingitis.

Die Dingitis nimmt einen gewaltigen Platz im Leben dieser Kreaturen ein, und wir werden noch häufig darauf zurückkommen.

Trotz ihres höchst befremdlichen Äußeren sollte man Menschen nicht unterschätzen. Sie können frappierend klug sein, und wir geben unumwunden zu, dass uns viele ihrer Fähigkeiten noch immer ein Rätsel sind. Sie sind in der Lage, ihr Revier zu verändern und unerklärliche Phänomene zu erzeugen wie Feuer, Licht, Dosenthunfisch und ähnliche Wunder.

Wie alle Tiere, kommunizieren die Menschen mit dem Körper, aber auch mit der Stimme wie Vögel, und das zwanghaft und ausdauernd.

Man hat festgestellt, dass sich die beiden Kommunikationsebenen – die körperliche und die stimmliche – vollkommen gegensätzlich zueinander verhalten können.

Zum Beispiel können die Menschen einander mit verbalen Herzlichkeiten begrüßen, derweil ihre Körper Unmut und Feindseligkeit ausdrücken; sie können euch verbal umschmeicheln und mit dem Versprechen von Fressen locken, obwohl sie nur darauf aus sind, euch zu schnappen und in die Transportbox1 zu stecken.

Diese typische Doppelzüngigkeit der Spezies sollte man unbedingt im Kopf behalten, denn da sie den Katzenartigen fremd ist, laufen diese jedes Mal aufs Neue Gefahr, übertölpelt zu werden.

Menschen sind gesellige Tiere und leben meist in Familienverbänden.

Wenn die Jungtiere geschlechtsreif werden, verlassen sie mitunter die Ursprungsfamilie und schließen sich kleinen Rudeln gleichaltriger Artgenossen an, mit denen sie in einem Bau zusammenleben.

Im Laufe der Jahre neigen diese Primaten dazu, sich einen Partner zu suchen und eine eigene Familie zu gründen, aber nicht immer. Es gibt auch Einzelgänger, die sich oft als besonders zähmungswillig erweisen.

Einige Vertreter verbringen den Großteil ihres Lebens in ihren Hö