: Leeanne Slade
: Frag mich später noch mal Roman
: Goldmann Verlag
: 9783641304119
: 1
: CHF 7.10
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 448
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wie weit würdest du gehen, um die Liebe deines Lebens zurückzugewinnen?

Nach der Scheidung ihrer Eltern hat Kitty sich geschworen, niemals zu heiraten. Als ihr Freund Archie ihr dennoch einen Heiratsantrag macht und eine pompöse Verlobungsfeier plant, bekommt sie eine Panikattacke. Kitty sieht nur einen Ausweg: Sie werden die nächsten drei Monate getrennte Wege gehen, danach soll Archie seinen Antrag wiederholen. Kitty nimmt sich fest vor, in der Zwischenzeit ihre Gefühle zu ordnen und beim zweiten Anlauf Ja zu sagen. Aber was sollte dagegensprechen, den Sommer mit ihrem gut aussehenden Kollegen Leo zu verbringen und ein bisschen Spaß zu haben?

Das großartige RomCom-Debüt von Leeanne Slade – der Nr.-1-Bestseller aus England.

Für alle, die diese Tropes lieben:
•Runaway bride
•Friends with benefits
•Love triangle
•Office romance

Leeanne Slade stammt aus Southampton, wo sie den Großteil ihres Lebens verbracht hat. Sie arbeitet in der Werbebranche, ist Mutter, Ehefrau und Autorin von romantischen Komödien. Ihre Romane »Frag mich später noch mal« und »Once Again« landeten bei Audible auf Platz 1.

1


Manche Dinge im Leben passieren zwangsläufig. Zum Beispiel dass man seine Periode bekommt, wenn man eine weiße Hose trägt. Dass man seinen Friseur bittet, die Haare nur zwei Zentimeter zu kürzen, und man nachher mit zehn Zentimetern weniger dasteht. Dass es an der Tür klingelt, sobald man mit dem Hintern die Klobrille berührt.

»Archie, kannst du bitte aufmachen?«, rief ich aus dem Bad. Keine Antwort. »Archie?« Vor zehn Minuten hatte er noch auf unserem Bett gelegen und unsere traditionelle Donnerstagabendpizza bestellt, während ich die Wäsche aufhängte. Aber jetzt war von ihm nichts zu hören.

Ich brach den Weltrekord im Schnellpinkeln, sauste zur Tür und riss sie auf, als Joseph, der junge schlaksige Bote von Donnie’s Pizza, schon kehrtgemacht hatte und den Gartenweg hinunterging. Er lachte, als er mich in meinem unordentlichen Zustand sah. Halb von der Tür verdeckt sah ich hastig an mir herunter, ob meine Unterhose rausguckte. Zum Glück nicht.

»Ich habe ernsthaft überlegt, die Polizei zu rufen. Ich dachte, wenn ihr eure Donnerstagabendpizza nicht annehmt, seid ihr sicher tot.«

Ein grausiger Gedanke. Ich nahm zwanzig Pfund aus dem Glas, das mit »Pizzakasse« beschriftet war, und gab sie ihm. Ich hielt die Hand für das Wechselgeld hin. Zwei sechsunddreißig wie immer.

Als ich die Tür schloss, kam Archie. In einer dunklen Jeans und dem Hemd, das ich ihm am Tag zuvor hatte bügeln sollen. Seine rotblonden Haare hatte er sich aus dem Gesicht gestrichen, sein albernes Grinsen war hinreißend.

»Seit wann ist das der Dresscode für einen Pizzaabend auf der Couch?«, fragte ich lachend. Sonst machte ich mich gern darüber lustig, dass er immer aussah, als käme er gerade vom Strand. Seine Muschelkette legte er nie ab, und Boardshorts trug er sogar im Winter. Ich hatte längst vergessen, dass er eine Jeans besaß.

»Ich, äh, die habe ich zufällig gegriffen.«

Ich wusste, dass er log, nur nicht warum.

Unsere Donnerstagabendpizzatradition hatte vor sieben Jahren begonnen, an dem Donnerstag, als ich mit einem abgenutzten Koffer bei ihm einzog, der so vollgestopft war, dass er mir unterwegs in den Zügen zwischen Maldon Essex und Bristol Temple Meads zweimal aufsprang. Wir waren zwanzig und unsterblich verliebt, und Archie hatte mich auf dem Bahnsteig abgeholt. Auf seinen zotteligen Haaren saß eine schwarze Schiebermütze, und er hielt ein zerknittertes Stück Pappe hoch, auf dem »Liebe meines Lebens« stand.

Ich lächelte so breit, dass es wehtat, und rannte auf ihn zu wie eine Soldatenbraut im Kriegsfilm. Ich sprang ihm in die Arme, schlang die Beine um seine Taille und küsste ihn, als hätte er mir gerade das Leben gerettet.

Ich brauchte dreißig Minuten, um auszupacken und mich in seinem behaglichen Leben, hundertsiebzig Meilen von meinem Elternhaus entfernt, einzurichten. Wir feierten das, indem wir bei Donnie’s an der Ecke von Fishponds Hauptstraße Pizza bestellten. Der Teig war klitschig, und in der Salami waren so dicke Knorpelstücke, dass sie unmöglich vom Schwein sein konnte, sondern ohne Z