: Cinnamon Society
: Winterwaldträume Geschichten der verschneiten Jahreszeit
: Books on Demand
: 9783758355509
: 1
: CHF 7.90
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 408
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein Adventskalender der besonderen Art Gemütliche Abende mit einer Tasse heißer Schokolade am Kamin, abenteuerliche Schneewanderungen und fröhliche Weihnachtsfeste. 24 Autorinnen und Autoren haben all ihr Herzblut in diese Kurzgeschichtensammlung gesteckt, die dich in eine Welt voller Magie und Plätzchenduft entführt. Vielfältige Extras und winterliche Illustrationen runden den Weihnachtszauber ab. Perfekt für einen Abend vor dem geschmückten Tannenbaum, während dicke Schneeflocken hinter den Fensterscheiben auf den Boden fallen und die Welt in ein Winterwunderland verwandeln. Um weiteren Menschen ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern, werden 100% des Erlöses an das Kinder- und Jugendhaus Runkel in Deutschland gespendet. Gemeinsam können wir auch dieses Jahr Herzen erwärmen und Wunder vollbringen!

Die Cinnamon Society wächst mit jedem Projekt, sodass sie derzeit aus über 40 Mitgliedern besteht. Dieses Jahr durften die Autorinnen und Autoren der sozialen Schreibgruppe ihre sechste Anthologie"Winterwaldträ me" veröffentlichen. Vor"Winterwaldträume&quo ; sind die Kurzgeschichtensammlungen&quo ;Sommerregentänze"," Kaminfeuerabende"," rühsommernächte" und"Mittwintertage" sowie der Posieband"Zimt und Poesie" entstanden. Zusammen möchten sie auch in Zukunft mit ihren Büchern für den guten Zweck Menschen, Tieren und der Umwelt helfen. Schon jetzt sammeln sie fleißig Ideen für neue Projekte, die bald in Angriff genommen werden - unser nächstes Projekt, eine Kurzgeschichtensammlung mit dem Thema Licht und Schatten, ist bereits in Arbeit.

Alyssa Westensee

Ewigwinter


Der eisige Wind warf sich mit ganzer Macht gegen die dicke Holztür und riss sie aus Eiras Hand, sodass sie gegen die Wand schlug. Wind und Schnee drangen in das Kaminzimmer, bissen mit scharfen, kalten Zähnen um sich. Die junge Frau kämpfte gegen den Schneesturm an, der mit ihr das Haus betreten wollte.

Der Lärm riss Großmutter Rivka aus ihren Träumen und sie schreckte aus dem Sessel vor dem Kamin hoch. Verwundert erblickte sie ihre Enkelin und den ungebetenen Gast mit der Tür ringen. Auch Mutter Nanette war aus der Küche geeilt, hielt den Kochlöffel noch in der Hand.

Der Schneesturm stemmte sich gegen die Tür, wollte sich nicht aussperren lassen. Dennoch konnte Eira Schnee und Eis Einhalt gebieten und sie wieder verschließen. Nun schlug der Sturm seine frostigen Fänge und Klauen wütend in das Holz, aus dem das Haus gebaut war, erzürnt über seine Niederlage.

»Bist du in Ordnung, mein Schatz?«, fragte Nanette besorgt.

Zitternd legte Eira ihre Handschuhe und den Wintermantel ab, hängte sie auf einen Haken neben der Haustür und stellte ihre Stiefel auf eine Matte. Ihre Kleider waren durchnässt. Der Schneesturm hatte so lange an ihnen gezerrt, bis er schließlich auch die unterste Schicht ihrer Kleidung durchdrungen hatte. Der frostige Kuss des Windes hatte ihrem Gesicht jegliches Gefühl genommen, es war weiß wie der Schnee selbst, ihre sonst