: Manfred Schmidt
: Etymologie der geografischen Beinamen
: Books on Demand
: 9783758358692
: 1
: CHF 15.80
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: Lexika, Nachschlagewerke
: German
: 352
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Nomen est omen. Der Name ist ein Zeichen. Aber nicht nur Namen versenden eine Botschaft, auch Beinamen liefern uns so manche interessante Information. Der Eingang zur Hölle, Der Fluss, der rückwärts fließt, Die Spukinsel, Der blutige Nasenrücken, Die windige Stadt, Der Menschenfresser. Geografische Beinamen sind beschreibende Bezeichnungen von geografischen Objekten. Sie verraten unter anderem viel über deren physische Eigenschaften, über die lokale Kultur, die Architektur und über ihre Geschichte. Aber es ist nicht immer die Geschichte, die der Leser erwartet. Die vorliegende Arbeit ist eine Quelle für alle, die sich für die Herkunft der geografischen Beinamen interessieren. Aha-Erlebnisse sind garantiert.

Einführung

Was sind Beinamen?

Ein Beiname ist ein Ersatz für den Eigennamen einer Person, der ihrem Vor- oder Nachnamen hinzufügt wird. Er wird häufig verwendet, um ihre psychischen oder moralischen Besonderheiten hervorzuheben. Ein Beiname kann Zuneigung, eine Form der Zärtlichkeit und manchmal auch Belustigung ausdrücken, er kann aber auch zur Verunglimpfung des Charakters verwendet werden. Als Konzept unterscheidet es sich sowohl vom Pseudonym und Künstlername als auch von einem Titel, obwohl es bei diesen Konzepten Überschneidungen geben kann.

Neben den Beinamen für Einzelpersonen gibt es auch solche für Personengruppen. Ein Beispiel hierfür wäre die Koblenzer Figur Schängel. Sie geht zurück auf die Zeit der französischen Besatzung (1794–1814). Viele Franzosen schlugen seinerzeit hier Wurzeln, heirateten und bekamen mit deutschen Frauen Kinder. Der gängigste Jungenname war damals Hans oder Johann, was dem französischen Jean