: Prof. Dr. Chris Dorn, Shaolin-Meister Shi Yan Lu
: BEWATER - Ohne Tun ist alles Können nichts Innerlich stark und entschlossen wie ein Shaolin-Meister
: Momanda Verlag
: 9783956280603
: 1
: CHF 18.00
:
: Lebensführung, Persönliche Entwicklung
: German
: 416
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wasser ist das Element des Lebens - es ist unverzichtbar, flexibel und formbar. Doch wie können wir diese Eigenschaften auf unser eigenes Leben übertragen - wie können wir unseren Körper und Geist in Einklang bringen? Chris Dorn, Wissenschaftler und erfahrener Shaolin-Lehrer sowie Shaolin-Meister Shi Yan Lu haben hierfür die Antwort: BEWATER. In ihrem Buch teilen sie 30 Jahre Forschungsergebnisse, eigene Erfahrungen und praktische Übungen, um den Körper zu stärken, den Geist zu beruhigen und das Leben in seiner Vielfältigkeit besser zu verstehen. Mit der BEWATER-Methode lernen wir, Körper, Gedanken und Emotionen zu beherrschen. Wir finden wieder zu innerer Stärke und Gesundheit zurück und werden in der Lage sein, den Herausforderungen des Lebens gelassen zu begegnen. Die Überzeugung der Autoren ist klar: Wir sind besser, als wir denken. Mit BEWATER lernen wir, uns selbst zu akzeptieren und glücklich zu sein. Wir müssen nicht jemand anderes werden oder etwas erreichen - wir sind bereits genug. Wir müssen nur lernen, besser zu denken. BEWATER ist mehr als nur ein Ratgeber für körperliche und geistige Gesundheit - es ist eine Einladung, das Leben in all seinen Facetten anzunehmen und zu genießen. Werde auch du zum Wasser und lerne, mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen, ohne dabei die Flexibilität und Formbarkeit zu verlieren. »Empty your mind. Be formless, shapeless ... Be water, my friend.« BRUCE LEE

PROF. DR. DIPL. SOZ.-PÄD. CHRIS DORN ... von den Shaolin einfach nur Kè lì s? genannt, weiß sehr genau, was Schmerzen und ein leidvoller Geist mit einem Menschen machen können, aber nicht nur, weil er es als Spezialist für komplexe Stresserkrankungen oft genug gesehen hat, sondern weil er es selbst erfahren durfte, und zwar auf die richtig harte Tour. Der promovierte Neuropsychologe und Professor für Psychologie und Sozialwissenschaften war, neben seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit, fast 20 Jahre als Stress-Spezialist in eigener (non-profit-)Praxis tätig, bis das Leben dazwischenkam. Chris selbst betont jedoch stets, dass er für das Leid, mit dem das Leben ihn konfrontiert hat, zutiefst dankbar ist. So hat er es unter anderem auch Meister Shi Yan Lu zu verdanken, dass er noch am Leben ist, nicht mehr im Rollstuhl sitzen muss und mittlerweile wieder in der Lage ist, Dinge zu tun, die die meisten Menschen noch nicht oder nicht mehr tun können. Heute, mit Mitte 50, ist Chris nur noch Teilzeitprofessor und lebt als Shaolin ein monastic life nach dem Kodex der Shaolin. Er hat seinen Besitz verschenkt und dem materiellen Wohlstand und dem akademischen Betrieb den Rücken gekehrt. Er wohnt in einer 1-Zimmer-Mönchsklause in den Allgäuer Bergen und lebt so einfach wie möglich. Er ist stolz und dankbar, dass Meister Shi Yan Lu ihn als Teil seiner Familie betrachtet. Chris, der den Shaolin Tempel Bodensee mitbegründet hat, wirkt heute als Mental Trainer, Qi Gong Lehrer, Lehrer für Meditation und Achtsamkeit sowie als Coach und Mentor. Er hält Vorträge, gibt Seminare, schreibt Bücher und unterrichtet seine Schüler, zu denen mittlerweile auch sehr bekannte Persönlichkeiten gehören. Auf die Frage, was ihn - trotz seiner chronischen Erkrankung und der ständigen Schmerzen - antreibt, sagt er: »Die Shaolin-Regeln besagen, dass man teilen soll, was man erhalten hat. Deshalb möchte ich all das Wertvolle teilen, das mir zuteilwurde, und zudem alles, was ich mir durch hartes Training und Selbstbeherrschung verdient habe. Es ist mein Privileg, denn teilen kann ich all das nur, weil mein Schicksal einem damals noch völlig fremden Shaolin-Meister eben nicht gleichgültig war. Aus diesem Privileg erwächst eine große Verpflichtung!«>> www.kelisi.online

––Verstehen––

WIR ALLE SIND NUR MENSCHEN

Wir möchten gerne, dass du nicht nur verstehst, was wir machen, sondern vor allem, dass du verstehst, warum wir machen, was wir machen. Wir lehren diesen Weg, weil wir beide selbst den Weg gegangen sind und seinen großen Nutzen erfahren haben. Gar nicht, weil wir das unbedingt wollten, sondern weil es der einzig verbleibende Weg war und wir nur noch diesen Weg gehen konnten! So wie man auch nicht aus reinem Spaß zum Zahnarzt geht oder weil man das so cool findet. Man geht zum Zahnarzt, weil man ein Problem mit seinen Zähnen hat oder vielleicht unter höllischen Schmerzen leidet.

Es ist wichtig, das zu verstehen, weil der Weg bisweilen doch sehr fordernd sein kann und uns möglicherweise einiges abverlangt. Oder wie Arnold Schwarzenegger zu mir gesagt hat, als ich ihn mit 15 Jahren beim Mr. Olympia in München zum ersten Mal getroffen habe:

»Boy, you’re already abodybuilder, you’ve proven that. But always remember, there isno such thing as free food in this life – everydecision you make, has its price!«

Wie recht er hatte, sollte ich bald darauf erfahren, aber erst einmal der Reihe nach.

Viele Publikationen dieser Art haben ein zentrales Problem. Es wird oft hingebungsvoll vonBewusstsein undAchtsamkeit gesprochen, vomins Hier und Jetzt kommen und von derinnerenMitte, um nur einige Beispiele für Worthülsen der immer heftiger anbrandenden Spiritualitätswelle zu nennen. Bei der Erklärung wird dann allerdings selten die nötige Tiefe – bei gleichzeitig mangelnder Praktikabilität – erreicht, um auch tatsächlich selbstbestimmt und zielführend üben und praktizieren zu können. Das macht viele Bücher, die im Grunde sehr gut sind, völlig nutzlos, denn sie wollen uns nur glauben machen, dass wir noch mehr Wissen bräuchten, um etwas zu können, und über die oberflächliche Freude darüber vergessen wir völlig, dass wir praktisch nichts davon selbst erfahren haben und noch weniger davon auch tatsächlich TUN. Damit du dies besser greifen kannst, hier ein paar Beispiele:

  • Könntest duBewusstsein erklären?
    Falls nicht, wie willst du es dann gedanklich greifen können, um damit zu arbeiten?
  • Kennst du die Dimensionen derAchtsamkeit und ihre Bedeutung?
    Wenn nicht, wie willst du sie dann kontinuierlich und zielführend praktizieren?
  • Weißt du, was konkret mitins Hier und Jetztkommen gemeint ist?
    Wie willst du dann dort hinkommen, geschweige denn, dort bleiben, wenn du es nicht weißt?
  • Kannst du erklären, was unterinnerer Mitte zu verstehen ist?
    Wie willst du sie dann finden, wenn du keine Ahnung hast, wonach du suchst?

Wir möchten deinem Verständnis gerne ein paar dieser Begrifflichkeiten zugänglich machen, weil es sonst nicht funktionieren kann!

Begleitend zu diesem Buch biete ich dir eine kostenfreie Videoserie an. Im fünften Video dieser Serie spreche ich über Achtsamkeit, die innere Mitte und das Hier und Jetzt. Du findest die Videoserie unter www.bewater.jetzt

Du brauchst nicht viel zu wissen. Du musst nur das, was du weißt, verstehen und vor allem praktizieren. Ayya Khema, eine sehr bekannte, wunderbare buddhistische Lehrerin und Nonne, die hier bei uns im Allgäu gewirkt hat (und leider schon 1997 verstorben ist), sagte im Rahmen ihrer so menschlichen Unterweisungen und Meditationskurse stets:

»Der Buddha hat weit über 40 Meditationspraktiken gelehrt. Es genügt völlig, wenn wir davon drei tief durchdringen, zweitatsächlich erlernen, und wenigstens eine davon täglich – zumindest morgens undabends – gewissenhaft praktizieren.«

Und genau deshalb liebe ich Ayya Khema. Sie bringt die Dinge mit einfachsten Worten auf den Punkt, macht keine große Sache daraus und tut einfach die Dinge, die gedeihlich sind! An ihr möchte ich mir ein Beispiel nehmen und in diesem Buch zeigen, wie man ins TUN kommt und wie man tatsächlich üben und praktizieren kann. Und zwar so, dass es auch den individuell gewünschten Erfolg für ein selbstbestimmtes Leben in Frieden, Glück und Wohlbefinden zeitigt.

Dafür benötige ich allerdings deine Hilfe! Bitte beachte ab jetzt bei allem, was du hier liest, aber auch allgemein in deinem täglichen Leben, zwei sehr wichtige Shaolin-Prinzipien.

  • Erfasse das Wesen der Dinge und gib den Dingen DEINE Form!
  • Wenn du etwas TUST, dann tue es mit ganzem Herzen – oder tue es nicht!

Wenn wir verstehen möchten, warum wir sind, wie wir sind, und warum wir so geworden sind, dann müssen wir uns zunächst einmal klarmachen, welche Faktoren bei der Ausbildung unseres individuellen Selbst, also beim Prozess des Aufbaus desPersonseins, derPersonwerdung (Personalisation), in dessen Verlauf der Mensch lernt, sich als Individuum zu begreifen und sich selbst zu akzeptieren, wirksam werden. Denn vielen Menschen ist die Tatsache nicht klar, dass dieser Prozess bereits lange vor der Zeugung beginnt und dassErziehung (Enkulturation, Sozialisation, Personalisation) undBildung (von fast allen wesentlichen Bildungstheorien als »ein reflektiertes Verhältnis zu sich selbst, zu anderen und zur Welt …« definiert) bereits Einfluss auf die Qualität von Samen- und Eizelle haben. Überhaupt ist das mit der Zeugung so eine Sache. Hatte ich schon erwähnt, dass es unsere eigenen Eltern sind, die uns bereits durch die Zeugung zum Tode verurteilen? Das ist kein schwarzer Humor; diese Erkenntnis ist vielmehr d