: Franz Anton Zauner
: Grüne Illusionen Warum Greenpeace, Klimakonferenzen& Co. die Umwelt ziemlich sicher nicht retten werden. Und was vielleicht doch noch helfen könnte. Ein politischer Essay.
: Buchschmiede von Dataform Media GmbH
: 9783991528197
: 1
: CHF 8.80
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: Geschichte
: German
1971 wurde Greenpeace gegründet. 1979 fand die erste von mittlerweile knapp 30 Weltklimakonferenzen statt. Die Grünen sind in Österreich seit 1986 im Parlament fast ununterbrochen aktiv. Fridays for Future und die Letzte Generation tun alles, um die Menschheit wachzurütteln. Und man kann auch wirklich nicht behaupten, dass das Thema Klimawandel in den Medien, in der Politik oder im Kabarett totgeschwiegen wird. Auf die Umweltzerstörung hat das alles ganz offensichtlich relativ wenig Einfluss: Die Treibhausgase nehmen wie die Erderwärmung zu, Gletscher und Artenvielfalt gehen zurück, Wetterextreme werden weltweit mehr ... Warum ist das so? Wie hängen Klimaschutz und Klimawandel zusammen? Warum können Umweltzerstörung und Umweltpolitik über Jahrzehnte parallel laufen? Und was haben Kapitalismus und bürgerliche Öffentlichkeit damit zu tun? Die kurze Antwort auf diese Fragen: Kapitalismus und bürgerliche Öffentlichkeit haben sehr viel mit der Umweltzerstörung zu tun. Die etwas längere Antwort steht in diesem Essay.

Franz Anton Zauner wurde 1963 in Falpetan/Tirol geboren. Studium Politikwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte, das meiste davon abgeschlossen. Er lebt als Künstler, Historiker und Autor diverser Gebrauchstexte in Wien.

Grüne Illusionen?

Eine eigentlich ganz ehrliche Einleitung

Umweltzerstörung ist scheiße.

Das ist nicht sehr diplomatisch formuliert, aber falsch ist es auch nicht. Vor allem weiß jede und jeder, was gemeint ist: Umweltzerstörung ist unvernünftig, falsch und gefährlich. Die Menschheit schießt sich damit selbst ins Knie. Und ich kenne niemanden, der Umweltzerstörung ok findet. Der sagen würde: Umweltzerstörung ist gut, mehr Umweltzerstörung wäre besser. Trotzdem passiert sie …

Und das schon seit vielen Jahrhunderten. Dass es heute rund ums Mittelmeer wenige Wälder und viel trostloses Buschwerk – die Macchie – gibt, hat nichts mit urwüchsiger Vegetation und natürlichen Klima- oder Bodenverhältnissen zu tun, sondern damit, dass in der Antike alle mit vertretbarem Aufwand erreichbaren Bäume umgehackt wurden. Das römische Weltreich rodete nach Kräften, wo neue Städte gegründet werden sollten – einen literarischen Niederschlag fand das im Asterix-Band »Die Trabantenstadt« von René Goscinny und Albert Uderzo. Außerdem