Grüne Illusionen?
Eine eigentlich ganz ehrliche Einleitung
Umweltzerstörung ist scheiße.
Das ist nicht sehr diplomatisch formuliert, aber falsch ist es auch nicht. Vor allem weiß jede und jeder, was gemeint ist: Umweltzerstörung ist unvernünftig, falsch und gefährlich. Die Menschheit schießt sich damit selbst ins Knie. Und ich kenne niemanden, der Umweltzerstörung ok findet. Der sagen würde: Umweltzerstörung ist gut, mehr Umweltzerstörung wäre besser. Trotzdem passiert sie …
Und das schon seit vielen Jahrhunderten. Dass es heute rund ums Mittelmeer wenige Wälder und viel trostloses Buschwerk – die Macchie – gibt, hat nichts mit urwüchsiger Vegetation und natürlichen Klima- oder Bodenverhältnissen zu tun, sondern damit, dass in der Antike alle mit vertretbarem Aufwand erreichbaren Bäume umgehackt wurden. Das römische Weltreich rodete nach Kräften, wo neue Städte gegründet werden sollten – einen literarischen Niederschlag fand das im Asterix-Band »Die Trabantenstadt« von René Goscinny und Albert Uderzo. Außerdem