Es ist alles ganz anders. Wenn ich zurückdenke an meine abuela in Madrid1.„Que mayor, que grande! Que horror. No me han dicho nada. No es possible”, und dann„Ya veremos. Hay que telefonear“. Unverhüllte Ablehnung. Beleidigend. Ich quittierte dies alles mit einem homerischen Gelächter. Das erschien mir unfassbar. Dafür das Zimmer ziemlich nett, mit Kleiderschrank, Tisch, Bücherregal und Ikea-Bett, etwas zu klein, wohl für Kinder oder Jugendliche gedacht, aber es ging, wenn ich die Füße unten heraushing. Das Bad (im Prinzip, außer wenn der schwer erkrankte Sohn Alejandro da war) bloß für mich. In der Wohnung zunächst nur die abuela, sonst keine Familienangehörigen. Aber dann kamen sie alle, die Töchter, Schwiegersöhne und Enkel zum Mittagessen. Alejandro, 42 Jahre alt, in zweiter Ehe geschieden, kam dauernd. Sympathische Leute, aber ich stand ein wenig unter der Fuchtel der abuela, war auch der Einzige, der ihre Anweisungen befolgte, Die abuela schuftete so im Alter von 82 von morgens bis in der Nacht, passte auf, dass ich mich im morgendlich kalten Madrid warm anzog, was ich so nicht tat und mich prompt massiv erkältete. Sie wusch meine Wäsche, stopfte mein Hemd