: Joerg K. Sommermeyer
: Orlando Syrg
: Dem Affen in die Seele gepisst Selam Istanbul. Kanarische Inseln. Die Morena. Küss' mich, Sisyphus
: Books on Demand
: 9783758357763
: 1
: CHF 7.90
:
: Romanhafte Biographien
: German
: 160
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Sämtliche Texte entstanden in der Zeit von Januar 2006 bis April 2009 in Istanbul und auf den Kanarischen Inseln, wo der Autor während dieser Zeit mehrfach zwischen fünf Wochen und vier Monaten lebte sowie Sprachschulen besuchte, um seine Türkisch- und Spanischkenntnisse zu vertiefen. Gespiegelt werden seine spontanen Eindrücke und Reaktionen auf Landschaft, Kultur und Menschen, denen er begegnete. Dieses bunte Potpourri, einschließlich cineastischer Kritiken, bietet ein weitläufiges und zugleich dichtes Netz seiner vielfältiger Beziehungen.

Joerg K. Sommermeyer (JS), geb. am 14.10.1947 in Brackenheim, Sohn des Physikers Kurt Hans Sommermeyer (1906-1969). Kindheit in Freiburg. Studierte Jura, Philosophie, Germanistik, Geschichte und Musikwissenschaft. Klassische Gitarre bei Viktor v. Hasselmann und Anton Stingl. Unterrichtete in den späten Sechzigern Gitarre am Kindergärtnerinnen-/Jugendlei erinnenseminar und in den Achtzigern Rechtsanwaltsgehilfinnen in spe an der Max-Weber-Schule in Freiburg. 1976 bis 2004 Rechtsanwalt in Freiburg. Zahlreiche Veröffentlichungen. JS (Joerg Sommermeyer) lebt in Berlin und Lahnstein.

Dem Affen in die Seele gepisst
Kanarische Inseln


Es ist alles ganz anders. Wenn ich zurückdenke an meine abuela in Madrid1.„Que mayor, que grande! Que horror. No me han dicho nada. No es possible”, und dann„Ya veremos. Hay que telefonear“. Unverhüllte Ablehnung. Beleidigend. Ich quittierte dies alles mit einem homerischen Gelächter. Das erschien mir unfassbar. Dafür das Zimmer ziemlich nett, mit Kleiderschrank, Tisch, Bücherregal und Ikea-Bett, etwas zu klein, wohl für Kinder oder Jugendliche gedacht, aber es ging, wenn ich die Füße unten heraushing. Das Bad (im Prinzip, außer wenn der schwer erkrankte Sohn Alejandro da war) bloß für mich. In der Wohnung zunächst nur die abuela, sonst keine Familienangehörigen. Aber dann kamen sie alle, die Töchter, Schwiegersöhne und Enkel zum Mittagessen. Alejandro, 42 Jahre alt, in zweiter Ehe geschieden, kam dauernd. Sympathische Leute, aber ich stand ein wenig unter der Fuchtel der abuela, war auch der Einzige, der ihre Anweisungen befolgte, Die abuela schuftete so im Alter von 82 von morgens bis in der Nacht, passte auf, dass ich mich im morgendlich kalten Madrid warm anzog, was ich so nicht tat und mich prompt massiv erkältete. Sie wusch meine Wäsche, stopfte mein Hemd