Bar Harbor, Maine, 10 Jahre später
»Verflixte Scheiße!« Akasha stolperte aus ihrem Bett und stieß schmerzhaft gegen die Kante ihres Nachttisches. Wer den Spruch »Morgenstund hat Gold im Mund« erfunden hatte, war nie mit pelzigem Geschmack im Mund und Sabber am Kinn aufgewacht.Ich bin einfach kein Morgenmensch, dachte Akasha missmutig, während sie ihre Kleidung, die überall im Zimmer verstreut lag, zusammensuchte. Sie hob das T-Shirt von gestern hoch, roch kurz dran – ging noch. Mit ihren Klamotten auf dem Arm tapste sie die steile Treppe hinab, die von ihrem Zimmer unter dem Dach in den ersten Stock führte. Das Haus war ruhig, eine greifbare Stille füllte die Räume und Flure. Nur ab und an knarrte eine Stufe unter ihren bloßen Füßen.
Auf ihrem Weg kam sie an einigen leerstehenden Zimmern und Salons vorbei. Die Möbel waren seit Jahren mit Tüchern verhängt, die Fensterläden geschlossen. Schwaches Licht drang durch die Lamellen. Ein muffiger Geruch hing in der Luft, gegen den kein Lüften half. In den Wänden hörte sie Mäuse huschen. Zumindest hoffte Akasha, dass es nur Mäu