Staub und Zwielicht begrüßten Elina, als sie die nächste Tür öffnete. Zimmer für Zimmer hatte sie das Schloss abgesucht, um Jevan zu finden. Allerdings war es nicht leicht, einen unsichtbaren Jungen inmitten eines revolutionären Umsturzes aufzuspüren, der nicht gefunden werden wollte. Den Widerständlern war es gelungen, Jevan von Gesas leblosen Körper zu lösen und ihn aus dem Turmzimmer zu führen, doch in dem engen Treppenaufgang hatte er sich losgerissen und wieder unsichtbar gemacht. Niemand außer Elina hatte sich bemüht, ihn wiederzufinden. Die Widerständler waren beschäftigt mit ihrem Sieg über die Herrin, mit dem Plündern und Feiern. Sie hatten keine Zeit für einen verzweifelten Jungen.
Elina seufzte und schloss die Tür. Auf zur Nächsten. Sie hatte sich in die höher gelegenen, offenbar ungenutzten Räume des Dammstädter Schlosses vorgearbeitet. Hier war niemand außer ihr. Den Strom aus plündernden und neugierigen Menschen, die dem Widerstand in das Schloss gefolgt waren, hatte sie weit hinter sich gelassen. Nicht einmal ihre Stimmen oder die polternden Schritte drangen bis hierher. Vielleicht hatten sie das Schloss auch längst wieder verlassen, ihr Zeitgefühl hatte Elina verlor