: Wiebke Tillenburg
: Nymphenkuss
: TWENTYSIX EPIC
: 9783740742454
: 1
: CHF 6.10
:
: Jugendbücher ab 12 Jahre
: German
: 396
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
»Du machst mir Scheißangst«, murmelte er neben ihrem Ohr. »Und, warum umarmst du mich dann?« »Weil es mir noch mehr Angst machen würde, dich in Flammen aufgehen zu sehen.« Kaum hat sich Elina mit ihrer Magie vertraut gemacht, wird sie bereits auf die Probe gestellt. Ligund befindet sich weiterhin in Aufruhr. Zwar ist die Herrin gestürzt, doch ringt das kleine Land jetzt um eine neue politische Ordnung. Gleichzeitig erhebt sich der Ursprung aus seinem Versteck und holt zum letzten Schlag gegen Ligund aus. Elina verstrickt sich in einen alten Streit und entdeckt, wer wirklich hinter den Verschwörungen im Land steckt. Zuletzt kämpft sie gegen eine mächtige Gegnerin und die Reize ihrer eigenen Macht. Elina muss lernen, ihre Fähigkeiten zu kontrollieren, um nicht selbst zur Bedrohung zu werden. Kann sie den düsteren Verlockungen ihrer Magie widerstehen und Ligund vor dem Untergang bewahren? Nymphenkuss ist das Finale der Elina-Dilogie.

Wiebke Tillenburg, geboren 1989, wuchs in Aachen auf und studierte Germanistik und Geschichte. Bücher waren stets ein wichtiger Bestandteil ihres Lebens, sodass sie früh entschied, selbst welche schreiben zu wollen. Inzwischen schreibt Wiebke in verschiedenen Genre und veröffentlichte bereits einige Bücher und Kurzgeschichten im Self-Publishing. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Koblenz, kocht in einem Kindergarten und sammelt allerlei Ideen, die ihr begegnen.

Prolog


Staub und Zwielicht begrüßten Elina, als sie die nächste Tür öffnete. Zimmer für Zimmer hatte sie das Schloss abgesucht, um Jevan zu finden. Allerdings war es nicht leicht, einen unsichtbaren Jungen inmitten eines revolutionären Umsturzes aufzuspüren, der nicht gefunden werden wollte. Den Widerständlern war es gelungen, Jevan von Gesas leblosen Körper zu lösen und ihn aus dem Turmzimmer zu führen, doch in dem engen Treppenaufgang hatte er sich losgerissen und wieder unsichtbar gemacht. Niemand außer Elina hatte sich bemüht, ihn wiederzufinden. Die Widerständler waren beschäftigt mit ihrem Sieg über die Herrin, mit dem Plündern und Feiern. Sie hatten keine Zeit für einen verzweifelten Jungen.

Elina seufzte und schloss die Tür. Auf zur Nächsten. Sie hatte sich in die höher gelegenen, offenbar ungenutzten Räume des Dammstädter Schlosses vorgearbeitet. Hier war niemand außer ihr. Den Strom aus plündernden und neugierigen Menschen, die dem Widerstand in das Schloss gefolgt waren, hatte sie weit hinter sich gelassen. Nicht einmal ihre Stimmen oder die polternden Schritte drangen bis hierher. Vielleicht hatten sie das Schloss auch längst wieder verlassen, ihr Zeitgefühl hatte Elina verlor