: Elisabeth Schranzhofer, Gertrud Tichy
: Libenter Latinum! Die Kulturkunde Begleitband zum Lateinischen Lehrgang für Jugendliche und Erwachsene. Ausgabe A
: Books on Demand
: 9783757876326
: 1
: CHF 11.50
:
: Altertum
: German
: 164
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die antike Geschichte und die Kenntnis antiker Kulturen geben immer wieder Anlass zum Vergleich mit unserer heutigen Welt. Kein antikes Volk hat aber die europäische Kultur mehr geprägt als gerade die Römer. In diesem Begleitband zum Latein-Lehrgang Libenter Latinum! findest du alle wichtigen Themen der römischen Kulturgeschichte in umfassender, aber kompakter Darstellung, und zwar in der Reihenfolge, in der sie in den Lektionen des Lehrgangs Libenter Latinum! vorkommen. 125 Links zu ausgewähltem Bildmaterial oder weiterführender Information sparen dir Zeit und Kosten.

Die Erstautorin dieses Kulturkunde-Bandes zum Lateinlehrgang Libenter Latinum! ist promovierte Historikerin und hat durch Jahrzehnte die Fächer Latein und Geschichte an mehreren Wiener Gymnasien unterrichtet. Ihr Hauptaugenmerk galt der lebendigen Vermittlung historischer Geschehnisse; historische Personen und deren Wirken vermittelte sie den Lernenden als Menschen, die ganz bestimmte Situationen, Motivationen und Entscheidungen zu bewältigen hatten. Diese einfühlsame Art der Vermittlung weckt in den Lernenden Neugier, Verständnis und die Fähigkeit, qualifizierte, eigenständige Wertungen zu treffen. Dieses Prinzip verfolgt auch der vorliegende Begleitband.

V.


VERKEHRSMITTEL IN DER STADT ROM


Das antike Rom isttagsüber Fußgängerzone. Wer nicht zu Fuß gehen will oder kann, lässt sich von Sklaven in einerSänfte tragen. Bautransporte sind jedoch vom Fahrverbot ausgenommen. Die von Ochsen oder schweren Pferden gezogenen, oft überladenen Wagen sind für die Passanten nicht ungefährlich.

VORZEICHEN UND ZUKUNFTSDEUTUNG


Ein Römer sieht dieWelt erfüllt vom Wirken göttlicher Mächte; er bemüht sich, deren Willen zu erkunden und nach dem Prinzip"Ich gebe, damit du gibst" (Do, ut des) strikt einzuhalten. Die Götter gelten alsVertragspartner: Für sorgsame Verehrung gewähren sie Schutz, Hilfe und Wohlergehen. Persönlicher Glaube ist dazu nicht nötig; es genügt das korrekte Sprechen vonGebetsformeln und Vollziehen vonOpferriten.

Vorzeichen werden alsKundgabe des Götterwillens genau beachtet. Bei einem ungünstigen Vorzeichen unterbleibt die geplante Handlung,Sühneriten sollen den"Frieden mit den Göttern" wiederherstellen. Man versucht jedoch auch, Vorzeichen"umzudrehen": Als der Feldherr Cäsar 46 v.Chr. in Nordafrika an Land geht und dabei zu Fall kommt, ruft er geistesgegenwärtig:"Teneo te, Africa!" ("Ich habe dich in der Hand, Afrika!")

Es gibtunerwartete Vorzeichen:

  • einprodigium (= ein vom Lauf der Natur abweichendes Ereignis)

z.B. die Geburt