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VERKEHRSMITTEL IN DER STADT ROM
Das antike Rom isttagsüber Fußgängerzone. Wer nicht zu Fuß gehen will oder kann, lässt sich von Sklaven in einerSänfte tragen. Bautransporte sind jedoch vom Fahrverbot ausgenommen. Die von Ochsen oder schweren Pferden gezogenen, oft überladenen Wagen sind für die Passanten nicht ungefährlich.
VORZEICHEN UND ZUKUNFTSDEUTUNG
Ein Römer sieht dieWelt erfüllt vom Wirken göttlicher Mächte; er bemüht sich, deren Willen zu erkunden und nach dem Prinzip"Ich gebe, damit du gibst" (Do, ut des) strikt einzuhalten. Die Götter gelten alsVertragspartner: Für sorgsame Verehrung gewähren sie Schutz, Hilfe und Wohlergehen. Persönlicher Glaube ist dazu nicht nötig; es genügt das korrekte Sprechen vonGebetsformeln und Vollziehen vonOpferriten.
Vorzeichen werden alsKundgabe des Götterwillens genau beachtet. Bei einem ungünstigen Vorzeichen unterbleibt die geplante Handlung,Sühneriten sollen den"Frieden mit den Göttern" wiederherstellen. Man versucht jedoch auch, Vorzeichen"umzudrehen": Als der Feldherr Cäsar 46 v.Chr. in Nordafrika an Land geht und dabei zu Fall kommt, ruft er geistesgegenwärtig:"Teneo te, Africa!" ("Ich habe dich in der Hand, Afrika!")
Es gibtunerwartete Vorzeichen:
- einprodigium (= ein vom Lauf der Natur abweichendes Ereignis)