2016
In der New York Times erscheint ein Artikel von Sylvie Kauffmann, den sie mit ‚Europe’s New Normal’ überschreibt: ‚Die Ereignisse in 2015 veränderten unser Leben weit fundamentaler als wir bereit sind uns einzugestehen. Als Ereignisse meine ich nicht nur die Massaker bei Charlie Hebdo, Hyper Cacher und dem Bataclan. Ich meine die Attacken in Tunis, Bamako, Jakarta, Istanbul, Quagadougou, all diese fremden Plätze, an denen Europäer und lokale Einwohner getötet werden können. Ich meine die Kriege in Syrien und Irak, die Millionen Entwurzelten, den unaufhörlichen Flüchtlingsstrom nach Europa und die damit verbundene Herausforderung diese Menschen in unsere Gesellschaften zu integrieren. Der Alptraum der Sylvesterfeier vor dem Kölner Dom, die Hinwendung einiger unserer Landsleute zum IS und der Zulauf zur radikalen Rechten und populistischen Parteien sind nur der Anfang’.
Am 7. März sterben bei einem Angriff der IS-Dschihadisten auf die Grenzstadt Ben Gardane 45 Menschen. Gleichzeitig findet in Syrien die erste Rückeroberung Palmyras durch regimetreue Streitkräfte statt. Im Mai findet an derselben Stätte ein von Wladimir Putin organisiertes klassisches Konzert statt.
Am 15. Juli scheitert ein Staatsstreich gegen den türkischen Präsidenten Erdogan. Das Regime lastet ihn den Anhängern Fethullah Gülens an. Die Türkei söhnt sich mit Russland aus und beginnt am 24. August die Operation ‚Schutzschild Euphrat’ an der Grenze zu Syrien. In