: Hannah Marie Schmitz
: Adlertochter Wind des Schicksals
: Books on Demand
: 9783758385469
: Adlertochter
: 1
: CHF 5.30
:
: Fantasy
: German
: 324
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Ein düsteres Geheimnis, eine erzwungene Verbindung und eine Prophezeiung, die das Schicksal aller besiegelt. In letzter Sekunde konnten Adler und Geächtete gemeinsam die ewige Nacht vertreiben und die Stämme und Menschen einander näherbringen. Doch der König nutzt die in seiner Gewalt verbliebenen Geächteten, um eine Ehe zwischen Kronprinz Dracon und Evanna zu erzwingen. Um die Geächteten zu retten und den Frieden zu wahren, begibt sich Evanna in die Burg und muss ihr Volk und ihre große Liebe Balian zurücklassen. Dort stellt sie fest, dass die Burg nicht nur zahlreiche Gefahren, sondern auch ein düsteres Geheimnis birgt. Zu alledem offenbart sich den Adlern eine Prophezeiung, die das Schicksal aller besiegeln soll. Werden die Adler einen Weg finden, Menschen und Stämme endlich zu vereinen und die Prophezeiung zu erfüllen? Das packende Finale des Fantasy-Epos rund um die Stämme der Adler.

Hannah Marie Schmitz wurde 1999 in Bonn geboren und lebt seit ihrer frühen Kindheit in der Vulkaneifel. Hier entdeckte die junge Frau ihre Leidenschaft für das Schreiben bereits früh. Zwischen Burgruinen, ungezähmter Natur und schlummernden Vulkankratern spinnen sich fantastische Geschichten von fremden Welten und Wesen wie von selbst. Starke Frauen, Freiheit, die Liebe zur Natur und der Glauben an das Gute in jedem von uns, sind Hannah Marie Schmitz dabei besonders wichtig. Mit »Adlertochter - Die goldene Feder« debütiert sie in der Welt der Autoren, doch Evannas Geschichte hat gerade erst begonnen.

Es war ein grauer Morgen, der mich empfing, als ich die schweren Fensterläden öffnete. Das alte Holz knirschte und ächzte, als wäre es noch zu früh am Tag, um bewegt zu werden. Ich atmete die frische und kühle Luft tief ein und schloss für einen Moment die Augen. Die Luft im Inneren meiner Kammer war stickig und feucht, auch wenn ich stets das Fenster geöffnet hielt. Nicht jeder Bewohner der Burg hatte das Glück, ein so großes Fenster zu haben, doch ich empfand es mehr wie ein winziges Guckloch, durch das ich nur einen kleinen Blick auf die unendlichen Weiten außerhalb der Burgmauern erhaschen konnte. Ich ging zu der mächtigen Truhe am Fuß meines Bettes und ließ den Anblick des Aeger hinter mir. Heute war der Tag, an dem die gefangenen Geächteten aus den Minen des Aeger freigelassen werden sollten. Heute war der Tag, für den ich die Stämme hinter mir gelassen hatte, und mit ihnen auch den Mann, den ich liebte. Balian. Es verging kein Augenblick, kein Atemzug, an dem ich ihn nicht mit jeder Faser meines Körpers vermisste. Doch viel schlimmer als die unerträgliche Sehnsucht nach ihm war die Ungewissheit, wie es ihm erging. Ich wusste, dass er nicht böse sein würde und dass er