Der Falke am Himmel
Shintra döste auf dem ruckelnden Gefährt, das ein Bauernkarren gewesen sein mochte. Immer wieder schlug ihr Kopf auf den durch Zeltplanen kaum gedämpften Boden des Karrens, auf dem sie es sich so bequem gemacht hatte, wie es eben ging.
Ihr gegenüber kauerte Falo, an Händen und Füßen gefesselt.
Seine dunklen Haare fielen ihm ins Gesicht. Ein grauer Himmel stand über ihnen, graue, schwere Wolkenbäuche, die sich in Trägheit hüllten.
„Wie lange sind wir unterwegs?“, fragte Shintra leise.
„Nicht allzu lang – der Nachmittag neigt sich seinem Ende zu“, antwortete Falo missmutig.
Shintras Schmerzen hatten aufgehört. Das war gut, doch alles andere war zum Verzweifeln. Gefangene des Nordens und zu alledem ohne Eri