: Josef Marksteiner
: Blutcappuccino - Ein neuer Fall für die SOKO Amstetten
: Buchschmiede von Dataform Media GmbH
: 9783991525325
: 1
: CHF 11.40
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: Krimis, Thriller, Spionage
: German
Klaus Kargl betreibt in Pindorf am Stadtrand von Amstetten das Café Komfort, das zu einem Möbelhaus gehört und mit diesem direkt verbunden ist. Der Frauenheld und frisch geschiedene Kaffeehausbetreiber schaut nach dem Besuch des Gastgewerbeballes in Amstetten noch in seinem Café in Pindorf vorbei, um ein Kühlgerät zu überprüfen. Nachdem er sich vergewissert hatte, dass es einwandfrei funktioniert, bereitete er sich einen Cappuccino zu. Als er die Tasse von der Tropfschale nahm, zum Trinken ansetzte und sich umdrehte, blickte er direkt in die erbarmungslosen Augen eines mutmaßlichen Einbrechers. Die Kaffeetasse fiel zu Boden und zerbrach. Dies waren seine letzten Wahrnehmungen und Gedanken, bevor er verstarb. Der Angreifer stach mit einem großen Küchenmesser, das er von der Anrichte genommen hatte, wie von Sinnen auf den Gastwirt ein, noch als dieser längst tot war. Die Polizei Amstetten stellt eine Sonderkommission zusammen, die sich des Falles annimmt. Scheint es anfangs so, als hätte der Kaffeehausbetreiber einen Einbrecher überrascht, zieht der Fall bald weitere Kreise. Im Verlauf der Ermittlungen wird der Kriminalfall immer skurriler, vor allem bleibt das Motiv für die Ermordung des Café-Betreibers lange im Dunkeln. Die Ermittlungen werden schwieriger, weil immer mehr Verbindungen zu anderen Fällen und Personen mit einem möglichen Motiv bekannt werden. Neben dem Team der SOKO beteiligen sich weitere Polizeieinheiten, einschließlich Gerichtsmediziner, an der Aufklärung des Falles.

Josef MARKSTEINER, geb. 1957 in Wallsee Ging 40 Jahre seiner Arbeit als Polizist nach, arbeitete viele Jahre als Ermittler in einer Kriminaldienstgruppe und war 10 Jahre lang Leiter einer Polizeidienststelle im Bezirk Amstetten in Niederösterreich. Nach der Pensionierung und dem Wegfall der beruflichen Aufgaben suchte er nach einer neuen Herausforderung. Nach längerem Überlegen beschloss er, es mit dem Schreiben von Romanen zu versuchen. Einerseits kann er hier seine Erfahrungen aus dem aktiven Dienst einfließen lassen und andererseits ist es ihm möglich, die Täter, Tatorte, Opfer und 'Spielwiesen' der Kriminalitäts-bekämpfung selbst zu bestimmen. Natürlich kam ihm dabei seine jahrzehntelange Berufserfahrung zugute, weil er sich die Recherchen zur Polizeiarbeit ersparen konnte.

Kapitel 2

Erika Brunner arbeitete im Möbelgeschäft Krüger als Leiterin der Filiale in Pindorf. Am Montagmorgen kurz vor 08.00 Uhr fuhr sie auf den Parkplatz vor das Geschäft und wunderte sich, dass das Auto des Kaffeehausbetreibers bereits vor dem Lokal parkte. Normalerweise öffnete Kargl das Café erst um 9.00 Uhr. Der Eingang zu den Verkaufsräumen des Möbelhauses befand sich auf der Ostseite.

Nachdem Brunner ihr Fahrzeug abgestellt hatte, ging sie in Richtung Geschäftsportal. Dort fielen ihr sofort das eingeschlagene Fenster zum Büroraum und der Flügel auf, der einen Spalt offen stand. Sie wusste gleich, dass wieder einmal eingebrochen worden war. Es war nicht das erste Mal, dass sie meist an einem Montagmorgen diese Überraschung erleben musste. Umgehend verständigte sie über Notruf die Polizei. Die allmählich ankommenden Angestellten mussten so lange vor dem Geschäft warten, bis die Polizeibeamten den Tatort wieder freigaben. Mittlerweile war es für Brunner wie auch einige ältere Kolleginnen schon Routine, was das Verhalten nach einem Einbruch betraf. Die Filialleiterin nutzte die Wartezeit bis zum Eintreffen der Beamten, um den Mitarbeiter einer ortsansässigen Glasfirma über den Vorfall zu informieren und die Reparatur in Auftrag zu geben.

Zehn Minuten nach der Anzeigeerstattung trafen zwei uniformierte Polizeibeamte ein. Die Angestellten der Möbelfirma saßen indessen in ihren Autos, weil die Außentemperatur knapp unter 0 Grad C lag. Erika Brunner empfing die Beamten, von denen sie einen persönlich kannte. Nach einer höflichen Begrüßung sagte sie: „Franz, das wievielte Male treffen wir uns jetzt schon hier nach einem Einbruch?

Trotz der neuen Alarmanlage brechen sie immer noch