Kapitel 2
Erika Brunner arbeitete im Möbelgeschäft Krüger als Leiterin der Filiale in Pindorf. Am Montagmorgen kurz vor 08.00 Uhr fuhr sie auf den Parkplatz vor das Geschäft und wunderte sich, dass das Auto des Kaffeehausbetreibers bereits vor dem Lokal parkte. Normalerweise öffnete Kargl das Café erst um 9.00 Uhr. Der Eingang zu den Verkaufsräumen des Möbelhauses befand sich auf der Ostseite.
Nachdem Brunner ihr Fahrzeug abgestellt hatte, ging sie in Richtung Geschäftsportal. Dort fielen ihr sofort das eingeschlagene Fenster zum Büroraum und der Flügel auf, der einen Spalt offen stand. Sie wusste gleich, dass wieder einmal eingebrochen worden war. Es war nicht das erste Mal, dass sie meist an einem Montagmorgen diese Überraschung erleben musste. Umgehend verständigte sie über Notruf die Polizei. Die allmählich ankommenden Angestellten mussten so lange vor dem Geschäft warten, bis die Polizeibeamten den Tatort wieder freigaben. Mittlerweile war es für Brunner wie auch einige ältere Kolleginnen schon Routine, was das Verhalten nach einem Einbruch betraf. Die Filialleiterin nutzte die Wartezeit bis zum Eintreffen der Beamten, um den Mitarbeiter einer ortsansässigen Glasfirma über den Vorfall zu informieren und die Reparatur in Auftrag zu geben.
Zehn Minuten nach der Anzeigeerstattung trafen zwei uniformierte Polizeibeamte ein. Die Angestellten der Möbelfirma saßen indessen in ihren Autos, weil die Außentemperatur knapp unter 0 Grad C lag. Erika Brunner empfing die Beamten, von denen sie einen persönlich kannte. Nach einer höflichen Begrüßung sagte sie: „Franz, das wievielte Male treffen wir uns jetzt schon hier nach einem Einbruch?
Trotz der neuen Alarmanlage brechen sie immer noch