: Ulrich Müller-Kolck, Heinrich Müller
: Kleine Geschichte Bergkirchens (Kreis Minden-Lübecke) (Kreis Minden-Lübbecke)
: Books on Demand
: 9783756872565
: 6
: CHF 12.30
:
: Gesellschaft
: German
: 202
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
"Wohin gehen wir denn?", fragt Heinrich von Ofterdingen, als er zum Ende des gleichnamigen Romans des Dichters Novalis durch das Gebirge pilgert. Von einem Kind erhält er die einfache und doch tiefgründige Antwort:"Immer nach Hause." Auch wenn wir unsere heutige Welt in Vielem anders sehen als vormals die Romantiker, so bleibt unser Zuhause, unsere Heimat doch immer eine starke Herzenssache, deren Reiz wir uns nicht verschließen können. Für jeden von uns entwickelt die Geschichte seiner Heimat irgendwann ihre besonderen Anziehungskräfte. Die Kleine Geschichte Bergkirchens (Kreis Minden-Lübbecke) ist eine Heimatgeschichte, die mit einem weit gespannten Themenkreis die Geschichte Bergkirchens ab dem 8. Jahrhundert bis in unserer Zeit erzählt.

2 Kirchengemeinde

In Bergkirchen steht die älteste Kirche der Region. Sie begründet die historische Bedeutung dieses Ortes als christliches Zentrum, das auf einem alten germanischen Quellheiligtum entstand. Die Entwicklung der Gemeinde sehen wir in vier großen Abschnitten. Bereits mit Beginn der Missionsgeschichte in Westfalen wurde Bergkirchen im Mittelalter als Missionskirche aktenkundig. Wichtige Etappen waren die Reformation, die Erweckungsbewegung im 19. Jahrhundert und die Zeit des Kirchenkampfes während des Dritten Reiches.

2.1 Entwicklung der Gemeinde im Mittelalter


Die Missionsgeschichte Westfalens begann 691. In diesem Jahr kamen zwei irische Missionare ins Münsterland, um die angelsächsische Mission auf dem Festland fortzusetzen. Die Verbreitung des christlichen Glaubens unter den Sachsen vollzog sich auch hier mit militärischen Mitteln u