Gelegenheitsarbeiten und kleine Stellen
Vor meiner Lebensübergabe an Jesus war mir das mit dem Beruf soooooo wichtig. Obwohl ich es nicht so bezeichnet hätte und mich dieser Ausdruck schon lange anwiderte, war ichdamals eine – Karrierefrau. Das änderte sich nach der Bekehrung.
Am Tag nach meiner Bekehrung, wo ich wusste, Gott will, dass ich erst mal dort in Norwegen bleibe, hatte ich mein Praktikum auf der Insel La Réunion abgesagt, auf das ich mich sehr gefreut hatte. Interessanterweise war es mir nicht so schwergefallen. Die Reiserücktrittsversicherung konnte ich nicht verwenden, denn es war ja kein Krankheitsfall eingetreten.– Jahre später hat Gott mir wunderbar zurückerstattet, was ich Ihm damals hinge geben hatte: Vier Wochen La Réunion hatte ich Ihm hingegeben, und bekam stattdessen 4 Jahre später einen vollen Monat Madagaskar, und zwar im Rahmen eines humanitären Projekts.
Als ich meine erste kleine Arbeitsstelle angetreten hatte, die so schmuddelig war (s.o.), und ich mein altes und mein neues Leben miteinander verglich, hatte ich festgestellt: ‚Es wirkt menschlich gesehen wie ein schlechter Tausch. ABER: das, was sich bei mir geändert hat – dass ich jetzt Jesus in meinem Herzen habe – das möchte ich nicht zurücktauschen gegen alles Glück der Welt. Auch nicht gegen das schönste Praktikum!‘ – Das war mir eine wertvolle Erfahrung.
So schwer es mir manchmal fiel, die Arbeit dort zu tun, so war ich doch froh, überhaupt eine Arbeit zu haben. Wie geschockt war ich dann aber, als meine Arbeitgeberin mir mitteilte, sie würde mich jetzt nicht mehr brauchen.
Da stand ich wieder vor dem Nichts.
Aber Gott hat Mittel und Wege.
Nach Kurzem organisierte mir meine Gastgeberin Anke, bei der ich die ersten Wochen wohnte, ein Praktikum an der Grundschule. Ich lief mit: anderthalb Wochen bei einer ersten Klas