2. Hugin und Munin
Die Villa der O´Sheas, da war ich kurz abgekommen, war nicht etwa das Erbe eines erfolgreichen Clanchefs, sondern das Universum hat dafür gesorgt, das dieser Ort entstanden ist und für die O ´Shea´s ein Zuhause war.
Wie das ganze mit einem Lektor zusammenhängt, habe ich schon bei den wahren Abenteuern des Svenny O´Sheas 1-3 erzählt und seid gewiss, es ist haarsträubend und kompliziert.
Finden wir uns damit ab, dass unsereins auf einen öden vom Herbst und nahendem Winter, entlaubten Garten oder eher Park schauen, ohne Blütenpracht keine Blätter.
Alles verdorrt und im Winterschlaf.
Das Wetter ist nicht besser.
Der uralte Baum, direkt vor der Villa, überragt diese um einiges. Dessen knorrige Äste im Mondschein gruselige Bilder an die Wände der Kammern wirft, vor denen er steht. Dabei so manches Kind um den Schlaf gebracht hat, weil dieser Baum vor allem in der kalten Jahreszeit, wenn er keine Blätter mehr hat, zu leben anmutet.
Natürlich lebt dieser Baum. Nur im Winter schläft er und bereitet sich darauf vor, im Frühjahr unendliche Energie aufzubringen, die seine Blätter wieder entfaltet, Knospen bildet und ihn immer weiter wachsen lässt.
Im Winter aber, übernehmen andere Mächte diesen Corpus. Entspringend den Phantasien derjenigen, die ihn betrachten in seiner knorrigen Pracht. Derer die ihn hören, den Wind, der sich in den Zweigen fängt, in die Hohlräume des Stammes dringt und ihn zum Vibrieren zwing. Was dann wiederum Töne erzeugt, die je nach Windstärke und Richtung, dem Geheule von Wesen ähnelt, die niemals oder vor langer Zeit auf dieser Erde wandelten, als dieser Baum ein Bäumchen war, ein Steckling genau.
In diesem Holz gibt es anderes Leben, ein faules Eichhörnchen, das in der oberen Krone, eine Asthöhle bewohnt, in dieser Erzählung gar nicht weiter vorkommt, falls doch werdet ihr es dann merken.
Ab und an kommt ein Specht.
Dieser Geselle delektiert sich an den besten Bauminsekten und Würmern, die es im ganzen Universum gibt. Ich muss erwähnen, in dieser Villa, in einem Raum, an dessen Tür eine Plakette befestigt ist, auf der „Lektor, Der“ steht, befindet sich das ganze Weltall, der größte Teil davon in einer Schreibtischplatte, die von sich selbst annimmt, einzigartig zu sein, was im gewissen Sinne zutrifft.
Dann wären ein Igel und seine Gefährtin. Mit 2 stachligen Jungen, die unter dem Laub, das am Fuß des riesigen Baumes liegt, leben.
Sowie Hugin und Munin, die beiden Raben die öfters mal auf dem gigantischen Holzgewächs sitzen und die Gegend betrachten, den Menschen zuschauen und den ganzen Tag lästern.
Im Ort nennt man sie Waldorf und Statler, ja genau die Opas die bei den Muppets in der Loge sitzen.
Wie die Anwohner es schaffen, die beiden zu verstehen, ist ein anderes Thema, eins das ich nicht zu erzählen habe, aber so ist es eben.
Im Winter eher Vorwinter, wie im Moment, ist es nicht gemütlich in oder auf dem Baum.
Die Blätter, die sonst so guten Schutz geben, gegen Wind, Sturm und dem Regen, bieten der Igel Familie ein Zuhause. Trotzdem gibt es starke Äste, die den beiden Raben, die beste Aussicht und reichlich Schutz bieten und so sitzen sie he