: Karl Werner Garden, Martin Garden
: Christian Garden
: Erlebnisse von und mit Paragraphenreitern Mehr als siebzig Jahre als Beamte unter Beamten
: Books on Demand
: 9783757840303
: 1
: CHF 5.20
:
: Biographien, Autobiographien
: German
: 194
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Das Manuskript zum Großteil dieses Buches hat Karl Werner Garden unter dem Pseudonym Carl Werner Ende der 1980´er geschrieben. Sein Bericht umfasst seine Zeit bei der Stadt Duisburg von 1941 bis 1981. Als Christian Garden dann mehr als 40 Jahre nach dem Ausscheiden seines Vater aus dem aktiven Dienst und 30 Jahre nach seinem viel zu frühen Tod die Idee hatte, das Buch nun endlich zu veröffentlichen, steuerten er und sein Bruder Martin weitere Erlebnisse aus ihrer Zeit als Beamte bei. Das Buch enthält zumeist lustige Erlebnisse, manche machen aber auch nachdenklich, andere sind traurig. Alle vereint aber, dass sie wahr sind. Insbesondere für Mitarbeiter und Einwohner in Duisburg, aber auch für jeden der schon einmal mit Beamten zu tun hatte, eine lesenswerte Lektüre.

Karl Werner Garden, geboren 05.09.1924 in Hamborn, verstorben 22.06.1993 in Dinslaken. Er war 40 Jahre lang Beamter der Stadtverwaltung in Duisburg und hat diese Stadtverwaltung noch vor Ende des zweiten Weltkrieges kennen gelernt und nach dem Krieg mit aufgebaut. Er träumte immer davon, dass sein Manuskript aus seinen Erlebnissen in diesen 40 Jahren eines Tages veröffentlicht wird. Diesen Wunsch wollten seine Kinder ihm, nun kurz bevor er 100 Jahre alt geworden wäre, erfüllen.

KARL WERNER GARDEN


§ 1 WIE ES ANFING


Am 1. September 1941 begann für mich der „Ernst des Lebens". Dabei hatte ich eher das Gefühl, dass dieser Ernst endlich hinter mir lag!

Ich musste nicht mehr zur Schule und höchst überflüssige Dinge lernen oder auswendig hersagen können. Es ist ja wirklich eine Qual, das „Lied von der Glocke" zu sezieren und unter dem Thema „Was will der Dichter uns sagen" eine Klassenarbeit zu schreiben! Neben der Mathematik gab es noch eine ganze Reihe von langweiligem Kram!

Endlich war ich davon frei und „Kriegsaushilfs-Angestellter" der staatlichen Polizei. Beamter konnte ich zu dieser Zeit wegen eines Gehfehlers nicht werden, da ich ja niemals eine Uniform würde tragen können. Auch Soldaten tragen und trugen Uniformen, also war dies ebenfalls nichts für mich.

Heute bin ich froh darüber, dass ich den Krieg nur in der Heimat kennenlernte, was auch nicht gerade ein Vergnügen war; aber 1941 wurmte mich das doch mächtig!

Als Siebzehnjähriger war ich ein begeisterter „Nazi", obwohl es diesen Ausdruck damals noch gar nicht gab. Was hatten wir denn anderes gelernt? Heute distanziere ich mich aufs deutlichste, aber es soll ja ein ehrlicher Bericht sein.

Man teilte mich seiner Zeit dem Passamt zu. Das war genau das Richtige für mich! Täglich kam ich mit Franzosen, Italienern und Holländern, den sogenannten „Fremdarbeitern" zusammen.

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