Auf dem Friedhof
Erleichtert öffne ich den kleinen Klappstuhl und lasse mich darauf sinken.
Heute bin ich etwas später dran als sonst bei meinen Besuchen auf dem Friedhof. Weil meine liebste Kollegin mit ihrer Arbeit nicht fertig wurde, hatte ich mal wieder einspringen müssen.
„Ach, Annemarie,“ hatte mich mein Chef angesprochen, „auf Sie wartet ja keine Familie. Bitte machen Sie doch die Aufträge von Gisela mit fertig, sie muss ihren Sohn von der Kita abholen und Sie wissen ja, wie wichtig die Aufträge sind.“ Ich hatte vorher gesehen, wie die beiden miteinander tuschelten, und hatte mir das schon gedacht, Na, wenigstens hatte er „bitte“ gesagt. Und immerhin war ich schneller mit Giselas Arbeiten fertig geworden als gedacht und hatte es gerade noch rechtzeit