Masken aus Seide zeigten eine Filtrationsleistung zwischen 5 % und 99 %. Seidenhemden waren recht effektiv, was möglicherweise an dem engmaschigen Stoff liegt. Der in der Öffentlichkeit manchmal zu sehende Seidenschal hatte mit 27,6 % nur eine mäßige Filtrationsleistung (Tabelle 8).
Tabelle 8: Filtrationsleitung ausgewählter Alltagsmasken aus Seide in Abhängigkeit von der Partikelgröße;*gemessen mit Kochsalzlösung;**gemessen mit dem Bakteriophagen MS2; zum Vergleich: der Durchmesser von SARS-CoV-2 ist etwa 0,06 bis 0,14 μm [67].
Hier handelt es sich um Medizinprodukte mit definierten Anforderungen an die Filtrationsleistung. Nach EN 14683 muss eine medizinische Maske mindestens 95 % der Bakterien entfernen, eine OP-Maske sogar mindestens 98 %. Nur dann sind diese Produkte verkehrsfähig. Einzelne Studien mit Tröpfchen von einem Durchmesser zwischen 0,04 μm und 0,075 μm zeigten mit 19 % bis 97 % teilweise eine geringere Filtrationsleistung [63][65][74]. Das muss jedoch kein Widerspruch sein. Denn der Durchmesser der Tröpfchen in diesen Studien ist deutlich kleiner als der des BakteriumsStaphylococcus aureus mit etwa 0,5 bis 1,5 μm, mit dem nach EN 14683 die Filtrationsleitung von Bakterien bestimmt wird. Beim Husten fällt die Filtrationsleistung (Tröpfchen zwischen 0,01 μm und 0,2 μm) mit 47 % geringer aus, auf einer feuchten OP-Maske ist sie mit 43 % noch niedriger [69]. OP-Masken konnten den Durchlass von Tröpfchen beim Niesen und Husten deutlich reduzieren, lediglich ein Anteil von 0,6 % war hinter der Maske nachweisbar [72]. Das Material von OP-Masken war unter Laborbedingungen in der Lage, mindestens 99,6 % der vernebelten Viren abzu