Es ist ein kühler Novembertag. Ich bin auf dem Weg nach Cornwall. Westküste. ‚Coombe Vallye‘, so heißt es heute. Eine kleine Ansiedlung von fünf oder sechs Hütten aus dem 17. Jahrhundert. Vor einigen Jahren restauriert und jetzt an gut betuchte Touristen vermietet.
Lange vor dem Bau dieser historischen Häuschen stand dort irgendwo die kleine Fischerhütte meines Ururgroßvaters. Und noch ein paar"ur" mehr. Ganz genau weiß das niemand heute mehr.
Jetzt sitze ich auf dem Beifahrersitz eines rostigen, dunkelbeigen Landrovers und hänge meinen Gedanken nach.
Wann überhaupt hatte ich mich auf den Weg gemacht? Was hatte mich aus meinem Zweizimmer - Appartement in der St. George Road in Cambridge vertrieben? Hinausgejagt in diese leere, unfreundliche Landschaft?
Sicher, da gab es schon seit Jahren dieses unterschwellige Gefühl, das mich magisch zu diesem Ort zog. Aber doch nie so stark, dass ich auch nur eine Sekunde nachgegeben hätte.
Gestern aber habe ich nachgegeben! Ich habe den Strom abgestellt und die schweren Samtvorhänge vor das einzige Fenster meiner Wohnung gezogen. Sie liegt jetzt in völliger Dunkelheit bis ich zurückkomme. Irgendwann.
Ich habe bei Mrs. McGibbon im Shop an der Ecke die tägliche Flasche Milch abbestellt und meine Zimmerwirtin gebet