: Sabrina Liska
: Be my light
: Books on Demand
: 9783757849283
: Golden Falls-Trilogie
: 3
: CHF 8.80
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 454
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
»Niemand erzählt gerne von seinem Chaos, Madison. Es gibt viele Arten von Chaos, aber nicht jedes lässt sich einfach in einem Rucksack verstecken.« Ein Neubeginn verschlägt Madison Stevens nach Golden Falls, eine Kleinstadt in Alaska. Sie möchte ihren schmerzhaften Erinnerungen den Rücken kehren und nimmt die Zusage des Golden Falls Colleges an, um ihren Traum, Lehrerin zu werden, zu verwirklichen. Als der ältere Taxifahrer Max ihr eine geführte Tour durch die neue Heimat gibt, lernt sie Nathan Davis kennen. Der anfänglich kühl und distanziert wirkende College-Frauenschwarm geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Die schützende Mauer, die Madison um ihr Herz errichtet hat, bröckelt gegen ihren Willen. Zwischen den beiden knistert es und die dunklen Schatten lichten sich. Doch Madison findet eines Nachts auf schmerzliche Art und Weise heraus, dass sie und Nathan nie eine Chance hatten. Ihre dunkle Vergangenheit ist noch nicht bereit sie loszulassen und streckt ihre Klauen auch nach Nathan aus. Sind all ihre Bemühungen um einen Neuanfang vergebens gewesen?

Sabrina Liska wurde 1995 in Judenburg geboren und lebt mit ihrem verwöhnten Chihuahua in Knittelfeld. Neben ihrem Lehramtsstudium verbringt sie ihre Freizeit hauptsächlich mit lesen und schreiben, doch auch das Reisen macht ihr großen Spaß. Vor allem kalte Länder wie Alaska möchte sie unbedingt eines Tages selbst erkunden. Auf Instagram ist sie unter dem Namen @living.t.booklife kreativ als Bloggerin zu Gange und natürlich auch ständig auf der Suche nach neuen Büchern, die sie in fantastische Welten entführen und ihr Herz höher schlagen lassen.

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Neubeginn


AUGUST


»Wo ist mein verdammter...«, noch bevor ich den Fluch zu Ende murmelte, kramte ich meinen goldenen Kugelschreiber aus dem Rucksack, in dem das reinste Chaos herrschte. Wie immer.

Doch irgendwo hatte ich mal gelesen, dass ein Genie stets sein Chaos beherrschte und nicht umgekehrt.

Darüber ließ sich in meinem Fall streiten.

Der ältere Taxifahrer beobachtete mich skeptisch über den Rückspiegel. »Hast du etwas am Flughafen vergessen, Kleines?«

Immer wieder tippte ich mit dem Zeigefinger gegen die Spitze des Kugelschreibers, um meine Anspannung zu unterdrücken. Doch in einem vollkommen überfüllten Bus zu fahren wäre noch schlimmer für mich gewesen.

Der Fahrer er erinnerte mich ein bisschen an meinen Gramps, was die Situation ein wenig erleichterte. Ich beschloss deshalb, mir einfach meinen Gramps als Fahrer vorzustellen, den ich bereits schrecklich vermisste, obwohl ich mich erst vor wenigen Stunden auf den Weg gemacht hatte.

Die einstündige Fahrt von Clermont zum Flughafen nach Orlando kam mir vor wie eine Ewigkeit und ich war einige Male kurz davor einen Rückzieher zu machen. Dafür war es jetzt aber zu spät, denn bald würde ich an