In seinem schäbigen dunkelblauen Anzug – der einzige, den er besaß – wirkte Rudolf Steininger an diesem sonnigen Augusttag des Jahres 1880 in der Hauptallee ein wenig deplatziert. Das hier war der Nobelprater, die Straße der Reichen und Schönen, einfache Menschen wie er hatten hier eigentlich nichts verloren, es sei denn als Kindermädchen oder Dienstboten. Die Luft war angenehm mild, der leichte Wind sorgte für Erfrischung. Gelächter und Geplapper erfüllten die Luft, während die Kapellen der Kaffeehäuser ihre