: Roland Mueller
: Die Reise des Conquistadors Historischer Roman - Eine gefährliche Reise ans Ende der Welt
: dotbooks
: 9783986907808
: 1
: CHF 5.40
:
: Historische Romane und Erzählungen
: German
: 309
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Die Gefahren einer fremden Welt ... Der historische Roman »Die Reise des Conquistadors« von Roland Mueller jetzt als eBook bei dotbooks. 1518. Als der Landadelige Don Ricardo de Molinar in Liebe zu der schönen Doña Inés entbrennt, ist sein Schicksal besiegelt - denn Inés ist die Frau des mächtigsten Mannes des Landes. Als die Liebe der beiden ans Licht kommt, bleibt Don Ricardo nur eine Chance, um dem sicheren Tod zu entgehen: Als Admiral des spanischen Königs soll er im Auftrag Gottes nach dem lang ersehnten »Paradies« zu suchen, einem Ort ohne Leid und Schuld ... Gemeinsam mit dem zwielichtigen Söldner Tercio und dem stolzen Soldaten Vargas sticht Ricardo in See. Es ist eine Reise, die als heilige Mission beginnt - doch für die drei Männer und ihre Begleiter bald zum Albtraum werden soll: Denn in den Dschungeln der neuen Welt lauern weit größere Gefahren, als sie sich jemals vorstellen konnten ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der historische Abenteuerroman »Die Reise des Conquistadors« von Roland Mueller wird alle Fans von Daniel Wolf und Noah Gordon begeistern. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Roland Mueller, geboren 1959 in Würzburg, lebt heute in der Nähe von München. Der studierte Sozialwissenschaftler arbeitete in der Erwachsenenbildung, als Rhetorik- und Bewerbungstrainer und unterrichtet heute an der Hochschule der Bayerischen Polizei. Er veröffentlichte zahlreiche Romane, Kurzgeschichten, Kinder- und Jugendbücher. Bei dotbooks veröffentlicht sind Roland Muellers historische Romane: »Der Goldschmied« »Das Schwert des Goldschmieds« »Im Land der Orchideenblüten« »Das Erbe des Salzhändlers« »Die Reise des Conquistadors« Die beiden historischen Romane »Der Goldschmied« und »Das Schwert des Goldschmieds« sind ebenso als Sammelband unter dem Titel »Der Meister des Goldes« verfügbar. Außerdem hat Roland Mueller bei dotbooks die historische Serie »Der Clan des Greifen« veröffentlicht, die folgende Bände umfasst: »Die Begegnung. Staffel I - Erster Roman« »Der Pakt. Staffel I - Zweiter Roman« »Das Vermächtnis. Staffel I - Dritter Roman« »Das Erbe. Staffel I - Vierter Roman« »Die Rache. Staffel I - Fünfter Roman« »Das Spiel. Staffel I - Sechster Roman« »Die Hexe. Staffel II - Erster Roman« »Der Betrüger. Staffel II - Zweiter Roman« »Der Greif. Staffel II - Dritter Roman« »Die Verfolgten. Staffel II - Vierter Roman« »Die Braut. Staffel II - Fünfter Roman« »Die Liebenden. Staffel II - Sechster Roman« Die komplette Serie ist außerdem in den drei Sammelbänden »Die Burgherrin«, »Die Kinder der Burgherrin« und »Das Vermächtnis der Burgherrin« enthalten. Daneben hat Roland Mueller die beiden historischen Kinderbücher »Die abenteuerliche Reise des Marco Polo« und »Der Kundschafter des Königs« bei dotbooks veröffentlicht.

Kapitel 6


Fünfter Eintrag der privaten Notizen des Conde Don Ricardo de Molinar, Conquistador und Capitan admiral, niedergeschrieben von ihm selbst.

Worin ich berichte, was sich wirklich und wahrhaftig zugetragen hat bei jener besonderen Mission, womit ich betraut von Seiner allergnädigsten Majestät Karl, König von Spanien.

Ines, Geliebte!

Unser Aufbruch und der Versuch, über den mächtigen Fluss ins Innere des Landes zu gelangen, liegt drei Tage zurück. Doch das Fortkommen dauert mir zu lange. Ich habe die Männer auf das Schiff zurückbeordert. Bisher haben wir gute Fahrt gemacht, denn das Wasser ist tief und breit genug, um bequem zu kreuzen und dabei den Wind mannigfaltig zu nutzen.

Zuvor hielt ich Rat an Deck über das weitere Vorgehen der Expedition. Mein Vetter Enrique Garcia de Molinar und Jago de Tovar werden zusammen mit drei Dutzendtercios auf der Aragón bleiben. Sie sollen mit dem Schiff an die Küste zurückkehren, um dort zu schanzen und eine Festung zu errichten. So sind wir gegen feindliche Angriffe geschützt und haben ein erstes Bollwerk errichtet, darauf das Banner Seiner Majestät und die Farben Spaniens wehen werden.

Weiter sollen sie Vorräte anlegen von allem, was das neue Land bereithält: Wildbret und Fisch, wildes Getreide und Früchte und Gemüse, so dort welche wachsen, die unseren Gaumen munden.

Ich selbst werde mit einer Schar ausgesuchter Leute und dem anderen Schiff, der Santa Luìsa, dem großen Küstenwasser erneut folgen, soweit es Wassertiefe und günstiger Wind zulassen.

Um de Tovar tut es mir Leid, denn ich schätze ihn und sein feines Benehmen und seine edle Gesinnung. Aber ich lasse ihn zurück, weil er das Land kennt und uns notfalls zu Hilfe eilen kann, sollten es die Umstände verlangen. Um meinen Vetter mach ich mir weniger Gedanken. Seine Rohheit würde sogar den Teufel in der Hölle frieren lassen. Auch deshalb habe ich ihn noch nicht eingeweiht, denn er würde meine Beweggründe nicht verstehen. Nicht, dass es ihm an dem Gefühl für Ehre und Treue gegenüber Spanien mangelt, aber seine Gründe für diese Reise sind doch von ganz anderer Natur als die meinen. Wir würden uns nicht verstehen, aber wir brauchen einander und sind in diesem Land auf Gedeih und Verderb aufeinander angewiesen. Vor meinem Aufbruch habe ich ihn zum Capitan admiral und damit zu meinem Stellvertreter ernannt. Dies natürlich in der Hoffnung, dass eigentlich Jago de Tovar ihn und die Männer mit Geschick führt, sollte dies erforderlich sein.

Don Ricardo de Molinar

Conquistador und Capitan admiral

gezeichnet und gesiegelt von eigener Hand

am 3. Juni 1518.

***

In gereizter Stimmung, die sich eigentlich von seiner stetig schlechten Laune nicht sonderlich unterschied, hatte der Conde Enrique de Molinar all seine Hauptleute um sich versammelt. Die Männer standen schweigend, voller Erwartung, was ihr Anführer zu dieser seltsamen Begebenheit sagen würde. Wie fast alle Zeit bisher, war er den ganzen Tag über nicht aus seiner Behausung hervorgekommen. Seit ihrer Ankunft vor fast einem halben Jahr war er auf dem Schiff nur noch selten zu sehen, denn in seiner Kajüte war es heiß und stickig. Er hatte sich an Land unweit einer Baumgruppe eine Hütte bauen lassen, die er nur in den Abendstunden verließ. Seine anfängliche Ungeduld hatte sich bald gelegt und war einem Gefühl gewichen, welches nur schwer unterscheidet zwischen ganz gewöhnlicher Faulheit und einer ständigen Schwermut.

»Caballeros! Der Kerl aus dem Urwald ist einer von uns. Zweifelsohne von der Santa Luìsa. Wissen möchte ich wohl, was ihm widerfahren. Aber bis er redet ...« Der Conde atmete laut und sog dabei die Luft schnell und tief ein. »Solange werd ich nicht warten!«

Er sagte es laut und mit einer Stimme, die keinerlei Zweifel an dem soeben Gesagten erkennen ließ. Er fuhr sich mit der Hand über seinen schwitzenden Schädel.

»Vielleicht braucht mein lieber Vetter Hilfe?«

Er sah sich im Kreise seiner Offiziere um.

»Wir folgen der Santa Luìsa!«

Die Hauptleute sahen einander daraufhin verstohlen an.

»Exzellenz, erlaubt ein Wort.«

Der da sprach, war Jago de Tovar. Er stammte aus einem namenlosen Dorf unweit von Fraga im Norden von Katalonien und fuhr seit seinem zwölftem Lebensjahr zur See. Als Sprecher und Offizier war er bei den Söldnern wie Seeleuten gleichermaßen geachtet. Respektvoll nannten sie ihn »el Fraga« wie die gleichnamige Stadt am Fuße der Berge. Er war bereits einmal in der Neuen Welt gewesen. MitVasco Nuñez de Balboa war er bis an das legendäre »Südmeer« gekommen. Jago de Tovar galt für die meisten Leute als heimlicher Anführer, da er das Land und seine Eigenheiten kannte. Der Conde wusste dies und baute auf seine Kenntnisse über die Neue Welt. Aber er mochte ihn nicht.

»Sprecht!«, befahl de Molinar eher ungnädig.

»Exzellenz, unsere Order lauteten: Haltet aus, bis die Santa Luìsa zurückkehrt. Wenn wir jetzt ...«

»Genug«, bellte de Molinar kurz, »was unsere Order ist, weiß ich selbst. Aber ich bin es Leid, zu warten.«

Er wandte sich an die übrigen Männer.

»Ein Mann ist aus dem Urwald gekommen, mi