Die Gretchenfrage („Nun sag, wie hast duʼs mit der Religion?“)1 ist für die säkulare Literatur seit der Aufklärung von gewichtiger Bedeutung. Gretchens Ruf nach dem Riechfläschchen („Nachbarin! Euer Fläschchen! –“)2 hat hingegen keine vergleichbare Relevanz; er kämpft gegen die körperliche Entkräftung durch den bösen Geist der religiösen Verzweiflung an,3 während jene Literatur die Lebensgeister häufig mit religiös bedeutsamen Gerüchen der Natur wecken will. Weder die Abwertung und kultische Einhegung des leiblichen Riechens im Christent