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Es regnete nun stärker als zuvor und der Himmel war immer noch grau und trüb, als sie den Flughafen London Heathrow erreichten. Der Taxifahrer hatte sie, wegen dem starken Verkehr und anderen anhaltenden Taxis, nicht nah genug an das Terminal fahren können, sodass sie durchnässt in der Eingangshalle ankamen.
»Also los!«, versuchte Zehra ihre Familie zu ermutigen, aber auch sie war schon müde und gestresst, wenn sie nur daran dachte, acht Stunden zusammengepfercht mit vielen anderen Menschen auf engstem Raum sitzen zu müssen und sich kaum bewegen zu können.
Ihre Koffer hatten sie bereits aufgegeben. Die Familie passierte nun die schier endlosen Kontrollen, bis sie endlich vor ihrem Gate auf den Flieger warteten, der schon hinter der großen Glaswand zu sehen war. Olivia und David stürzten direkt dorthin, weil sie noch nie ein Flugzeug aus der Nähe gesehen hatten. Yves und Zehra folgten ihnen und nahmen in der ersten Sitzreihe, vor dem großen Fenster, Platz.
Auf einmal blitzte und donnerte es kurz aufeinanderfolgend. Allesamt zuckten sie zusammen. Das Gewitter war in ihrer unmittelbaren Nähe.
»Papa, können wir wirklich fliegen?«, fragte David beängstigt.
»Ich denke schon. Bis wir fliegen, hat sich das Gewitter bestimmt verzogen.«, beruhigte er ihn.
Der Wetterbericht, der auf dem Fernseher im Warteraum übertragen wurde, meldete ebenso, dass der Sturm bald vorüberziehen würde. Bereits eine viertel Stunde später, trat genau dies ein und der Himmel klarte auf.