(1988)
Zu den interessantesten Phänomenen dieses Jahrhunderts zählt, was Enzensberger einst „Bewusstseinsindustrie“ nannte. In Einklang mit den Gesetzen des freien Marktes produzieren da tagtäglich Zigtausende professioneller Intellektueller Kulturartikel in jedweder Form und Güteklasse; ungeheure Summen werden im mystischen Wechselspiel von Angebot und Nachfrage umgesetzt, die Branche ist, wie jede andere, wachstums- und innovationsverpflichtet, also braucht sie zuvörderst Leute, die Trends machen oder sie zumindest rechtzeitig erkennen. Auch hier wäscht eine Hand die andere (das Soziale an der sozialen Marktwirtschaft), Fortschritt bedeutet ja: unentwegt neue Märkte und Marktlücken zu erschließen, noch besser: sie zu schaffen und unverzüglich forsch hineinzustoßen – beinah e