: Lothar Geisler
: Klassenstandpunkt und -bewegung - Druck von unten Marxistische Blätter 3_2023
: Neue Impulse Verlag
: 9783961706631
: 1
: CHF 6.20
:
: Politik
: German
: 140
: kein Kopierschutz
: PC/MAC/eReader/Tablet
: PDF

Das Thema: Die Linke in Zeiten des Krieges (A. Pech/V. Kühlow/E. Lieberam), Betriebliche Friedensarbeit gestern und heute (A. Rieger), Innenansichten des »Heißen Herbstes«: Saarbrücken (M. Quetting) und Braunschweig (T. Reuter), Die Polykrise und die Jugend (C. le Paige), Jung, akademisch, streikbereit für den TV-Stud (L. Leslie), Prekariat auf höchstem Niveau - Unbefristet (T. Sanders), Arbeiterpolitik kommunal (V. Cziesla), »Heißer Herbst« im Frühling? (A. Bigus), Zehn Jahre Streikkonferenzen - eine Zwischenbilanz (F. Zeise/F. Wilde)

Weitere Themen: Streikwelle in Großbritannien (J. White), Gefangen in der Konzertierten Aktion (J. Schubert), Friedensbewegung im Kreuzfeuer (B. Trautvetter/ Frieden-links), Soziale Bewegung und politische Justiz (V. Schöneburg), Kräfteverhältnisse und Ostexpansion (B. Landefeld), Manifest für das 21. Jahrhundert (J. Smith), Nachkriegskämpfe in Polen (H. Michael)

<p><strong>Thema: Klasse: Kampf</strong></p><p><em>Editorial</em></p><p>Der Beitrag von Peter Mertens von der belgischen Partei der Arbeit (PVDA/PTB) zur »Polykrise und den Herausforderungen für die Linke«, den wir in Heft 2_2023 dokumentiert haben, wurde bei unserem jüngsten »Treffpunkt Redaktion« als besonders lesenswert, inspirierend, Mut machend hervorgehoben. Er sei hier noch einmal in Erinnerung gerufen. Vor allem weil er inhaltlich zum Schwerpunkt dieses Heftes gehört. Nicht nur wegen seines Kerngedankens, dass es Zeit für die Linke sei, »wieder einen Klassenstandpunkt einzunehmen« und »wieder ganz klar und voll Stolz Klassenpolitik zu machen ...«, sich auf »solide linke Grundsätze und Prinzipien« zu besinnen und eine »tiefgehende, systematische Analyse der jeweiligen Situation« vorzunehmen, »bodenständig und aus marxistischem Blickwinkel. Überspringt man diese Etappe, flattert man nur wie ein aufgescheuchtes Huhn umher: Der Klassenstandpunkt ist die Basis.« Besonders in der »lebenswichtigen Kriegsfrage« habe sich die belgische Partei »weder von rechter, noch von linksradikaler Rhetorik unter Druck setzen« lassen. »Unsere Antworten ziehen wir aus Debatten, Argumentationen und Bildung. Wir überzeugen, indem wir geduldig zuhören und einen soliden Klassenstandpunkt vertreten.«</p><p>Von der Notwendigkeit und den Schwierigkeiten besonders in der Kriegsfrage einen »soliden Klassenstandpunkt« zu vertreten - und zwar den der Arbeiterklasse - und ihn »auf die Straße« zu bringen, davon handeln unsere Schwerpunktbeiträge. Artur Pech, Mitglied im Ältestenrat der Partei DIE LINKE, greift in seinem Einleitungsbeitrag »Die Linke in Zeiten des Krieges« auf Karl Liebknecht und die Erfahrungen der deutschen Arbeiterbewegung im Kampf gegen den ersten Weltkrieg zurück, um Lehren für heute daraus zu ziehen. Anne Rieger, Friedensaktivistin und langjährige IG Metall-Bevollmächtigte, begibt sich auf die Spurensuche »Betrieblicher Friedensarbeit gestern und heute«. Höchst unterschiedliche, widersprüchliche Erfahrungen der gewerkschaftlichen Bündnisarbeit vor Ort zeigen die »Innenansichten« aus Saarbrücken (Michael Quetting) und Braunschweig (Timo Reuter/Jürgen Reuter). Die »Rolle die Jugend in der kapitalistischen Polykrise« und belgische Erfahrungen in der Jugendarbeit behandelt der Beitrag von Charlie le Paige (PVDA/PTB). Lukas Leslie schildert den Kampf studentischer und wissenschaftlicher Hilfskräfte an bundesdeutschen Hochschulen um einen Tarifvertrag. Tina Sanders, Geowissenschaftlerin, Betriebsrätin und als Unbefristete selbst Teil des »Prekariats auf höchstem Niveau« berichtet vom Widerstand junger Wissenschaftler:innen gegen das »Wissenschaftszeitvertragsgesetz« der Ampel-Koalition. Beim jüngsten 25. Parteitag der DKP in Gotha ging es um das stärkere Wirken der Kommunist:innen in der Arbeiterklasse. Vincent Cziesla, UZ-Redakteur und Stadtverordneter in Neuss, schilderte in seinem Beitrag, wie sich Klassenpolitik auch auf kommunaler Ebene widerspiegelt. Achim Bigus, aktiver IG Metaller und DKP-Bezirksvorsitzender in Niedersachsen, wirft einen genaueren Blick auf den »politischen Frühling«, der dem ausgebliebenen »Heißen Herbst« folgte. Fanny Zeise und Florian Wilde (Rosa-Luxemburg-Stiftung) ziehen eine kurze Bilanz »gewerkschaftlicher Erneuerung«, zu der auch die diesjährige fünfte Konferenz beitragen soll.</p><p>Wir hoffen, dass die Artikel dieses Heftes - auch die in den Rubriken »Aktuelles« und »Positionen« - dazu beitragen, in gemeinsamen Debatten, Argumentationen und in der Bildungsarbeit überzeugend und auf breiterer Basis einen soliden Klassenstandpunkt zu entwickeln. / LoG?</p>