: Sabine Bauch
: Chiara DeMontibus Der Anfang der Ewigkeit
: Books on Demand
: 9783757841393
: 1
: CHF 2.50
:
: Fantasy
: German
: 280
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Historisch basierter Fantasy, 1466-1536 in Mailand Stell dir vor, es gäbe Engel wirklich. Stell dir vor, es gäbe Luzifer und er wäre nicht das, was die Kirche aus ihm gemacht hat. Seine Aufgabe war einst, den Menschen das Licht zu bringen, aber er spendete zu viel davon und dafür wurde er aus dem Himmel verbannt. Er soll die Hölle beaufsichtigen, doch dort ist es ihm zu schmutzig und definitiv zu langweilig. Er kommt auf die Erde, um bei seinen Lieblingen zu leben. Er hat sein Auskommen, weil er dem einen oder anderen einen Gefallen tut - nicht um sonst. Aber viel lieber gibt er jemanden einen kleinen Schubs in die richtige Richtung, die Menschen sollen sich weiterentwickeln. Eines Tages steht ein dünnes Mädchen mit feuerrotem Haar vor ihm. Die Kleine weicht nicht vor ihm zurück, sieht ihn nur traurig und trotzig an und er nimmt es bei sich auf, ohne zu wissen, warum ... und die Zeit vergeht ...

... in Bayern geboren, als Ingenieurin hinausgezogen in die Welt, am Bodensee gestrandet, zum Schreiben angefangen.

Prope Mediolanum
MCDLXXI Aprilis
regnante domino Galeazzo Maria Sforza
anno incarnationis domini Iesu Christi

Chiara lässt die Hühner aus dem Kofen und führt den Ziegenbock auf die Wiese, schlägt einen Pflock, so fest sie kann, in die trockene Erde und bindet ihn an. Die restliche Ziegenschar folgt und wird bei ihm bleiben. Nun das Schwein. Normalerweise ist es eine ihrer Pflichten, darauf aufzupassen, damit es nicht fortläuft, aber das tat es noch nie.

Seit Wochen sammelte sie das langstielige, scharfkantige Gras, das die Ziegen stehen lassen und das sogar den Winter überdauert. Wochenlang versuchte sie, Schuhe zu flechten, wie sie auf dem Markt im Dorf verkauft werden. Mit dem Ergebnis ist sie unzufrieden, doch jetzt ist Frühling und sie möchte endlich los. Der Weg ist lang, er ist ihr unbekannt, sie vermutet es lediglich. Zu weit, um barfuß zu laufen. Ihre Mutter kommt jedes Jahr einmal hierher. Wenn sie wieder geht, dann immer gleich am Morgen, also muss es weit sein. Ihre Mutter hat Schuhe, Kinder dagegen, die noch wachsen, bekommen keine. Sie zieht die drei Paar unter dem Busch hervor. Bis zum Wald wird sie barfuß laufen. Derart weit war sie bereits einmal. Mutter erzählte, dass hinter dem Wald die Stadt zu sehen ist. Ein letztes Mal wendet sie sich zum Haus um. Ihre Großeltern werden sie erst am Abend vermissen, wenn sie ausbleibt. Sie läuft den Hang hinauf, oh