Besuch aus einer anderen Welt
Die Augen des Jungen begannen zu strahlen, als wie aus dem Nichts dieses geheimnisvolle Wesen in seinem Blickfeld erschien. Zuerst umhüllte den Besucher ein fluoreszierendes Licht, das in allen Farben schimmerte. Die Konturen des Wesens traten letztendlich im fahlen Schein des nahenden Vollmondes, der sich nahezu gleichzeitig durch den wolkenverhangenen Himmel kämpfte, immer stärker hervor. Bedeutete der heutige Besuch die entscheidende Wende in seinem Leben, auf die er seit Monaten so sehnsüchtig wartete? Jakob fiel keine Antwort darauf ein. Er spürte nur im Vorhinein, es löste etwas in ihm aus, das ihm Hoffnung schenkte.
Der Junge fühlte, wie längst verloren geglaubte Energie langsam zu ihm zurückkehrte. Das gab ihm genau jenen Mut, den er notwendig brauchte, um der Realität ins Auge zu blicken. Er musste endlich diese schwere Last loswerden, die er die ganze Zeit über mit sich herumschleppte.
Mit angehaltenem Atem verfolgte er, wie das Wesen vorsichtig eine Pfote vor die andere setzte. Langsam steuerte es auf ihn zu. Regungslos verharrte der Junge hinter dem Fenster, während er wie gebannt, hinab in den Garten blickte. Jakobs Gegenüber hielt seinem Blick stand. Die graublauen Augen fixierten ihn, als ob sie ihn zu hypnotisieren versuchten. Die Blicke der beiden verschmolzen förmlich ineinander. Es schien, als ob sie sich dadurch miteinander verbinden wollten.
Dabei kannte der Junge dieses Augenpaar längst. Jakob dachte an ihre erste Zusammenkunft vor etwa viereinhalb Monaten zurück, als er ihnen erstmals begegnete. Nur wenige Tage später nahm Jakobs Leben eine entscheidende Wende. Ein Schaudern lief ihm über den Rücken, als er an all die bangen Momente damals zurückdachte. Während ihm diese Gedanken durch den Kopf gingen, kam das Wesen näher, bis es sch