: Johann Kapferer
: Im Zeichen des Wolfsmondes Ein Jugendkrimi aus Tirol
: Books on Demand
: 9783757840464
: 1
: CHF 8.30
:
: Kinderbücher bis 11 Jahre
: German
: 152
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
So hatte sich Jakob seine Sommerferien nicht vorgestellt: Mutterseelenallein sitzt er mitten in der Nacht in einem Baumhaus fest. Dann taucht auch noch dieses geheimnisvolle Wesen auf, das aus einer anderen Welt zu kommen scheint. Dabei ist dies erst der harmlose Anfang einer Geschichte, die ihn vollends in ihren Bann zieht. Als er Bernd Kastner über den Weg läuft, verändert sich sein Leben schlagartig. Dem zwölfjährigen Jungen stehen Erlebnisse bevor, die ihm im wahrsten Sinne des Wortes die Sprache verschlagen und ihn bis an die Grenzen seiner Belastbarkeit und noch weit darüber hinaus führen. Nur gut, dass er zu dem Zeitpunkt, als er alleine oben im Baumhaus ausharrt, noch nichts von alldem ahnt.

Johann Kapferer, geboren am 25. Juni 1962, in Hall in Tirol. Seine Jugendjahre verbrachte er, meistens in den Wäldern rund um die Ruine Fragenstein, in Zirl in Tirol. Der Autor lebt mit seiner Familie in Oberhofen im Inntal, im Tiroler Oberland. Johann Kapferer war schon von klein auf vom"Geschichtenschreiben quot; fasziniert."Das sind die Abenteuer im Kopf, die sich jeder Mensch nach seinen eigenen Vorstellungen selbst gestalten und erschaffen kann. Zudem eröffnet sich dadurch die wunderbare Möglichkeit, diese Abenteuer in ein Buch zu gießen und die entstandenen Geschichten mit Kindern, Jugendlichen und natürlich auch mit Erwachsenen zu teilen." Mit dem Verfassen von Manuskripten für Kinder- und Jugendbücher hat Johann Kapferer im Jahr 1998, während seiner damals täglichen Zugfahrten zwischen Innsbruck und Kitzbühel, begonnen. Informationen unter: www.johann-kapferer.at

6. Jänner

Besuch aus einer anderen Welt


Die Augen des Jungen begannen zu strahlen, als wie aus dem Nichts dieses geheimnisvolle Wesen in seinem Blickfeld erschien. Zuerst umhüllte den Besucher ein fluoreszierendes Licht, das in allen Farben schimmerte. Die Konturen des Wesens traten letztendlich im fahlen Schein des nahenden Vollmondes, der sich nahezu gleichzeitig durch den wolkenverhangenen Himmel kämpfte, immer stärker hervor. Bedeutete der heutige Besuch die entscheidende Wende in seinem Leben, auf die er seit Monaten so sehnsüchtig wartete? Jakob fiel keine Antwort darauf ein. Er spürte nur im Vorhinein, es löste etwas in ihm aus, das ihm Hoffnung schenkte.

Der Junge fühlte, wie längst verloren geglaubte Energie langsam zu ihm zurückkehrte. Das gab ihm genau jenen Mut, den er notwendig brauchte, um der Realität ins Auge zu blicken. Er musste endlich diese schwere Last loswerden, die er die ganze Zeit über mit sich herumschleppte.

Mit angehaltenem Atem verfolgte er, wie das Wesen vorsichtig eine Pfote vor die andere setzte. Langsam steuerte es auf ihn zu. Regungslos verharrte der Junge hinter dem Fenster, während er wie gebannt, hinab in den Garten blickte. Jakobs Gegenüber hielt seinem Blick stand. Die graublauen Augen fixierten ihn, als ob sie ihn zu hypnotisieren versuchten. Die Blicke der beiden verschmolzen förmlich ineinander. Es schien, als ob sie sich dadurch miteinander verbinden wollten.

Dabei kannte der Junge dieses Augenpaar längst. Jakob dachte an ihre erste Zusammenkunft vor etwa viereinhalb Monaten zurück, als er ihnen erstmals begegnete. Nur wenige Tage später nahm Jakobs Leben eine entscheidende Wende. Ein Schaudern lief ihm über den Rücken, als er an all die bangen Momente damals zurückdachte. Während ihm diese Gedanken durch den Kopf gingen, kam das Wesen näher, bis es sch