: Marco Plate
: Herr der Steine Roman
: TWENTYSIX EPIC
: 9783740705497
: 1
: CHF 3.50
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 300
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Jack begibt sich auf eine Wanderung ins Ungewisse. Er will mit sich ins Reine kommen, seine Vergangenheit bewältigen und lernen, neu zu lieben. Dafür reist er durch geografisch wie auch politisch grundverschiedene autonome Regionen. Für den einen stellen diese Orte eine wünschenswerte Gesellschaftsordnung dar, für andere wirken sie verstörend. Es herrscht eine dystopische Stimmung. Auf der Suche nach etwas für ihn besonders Wichtigem trifft Jack auf andere Personen bei ihrer emotionalen Sinnfindung. Neue Freundschaften werden geschlossen, doch er scheint nicht zur Ruhe zu kommen und kann sich noch nicht auf eine neue Liebe einlassen. Nach vorübergehend aufkommenden Optimismus scheint es wieder düsterer um ihn zu werden.

Marco Plate, geboren im Jahr 1973 in Bremerhaven, lebt mit Partnerin und Tochter bei Paris. Nach seiner Tätigkeit im Journalismus und Bereich der politischen Bildung in Deutschland, arbeitet er nun als Dozent in Frankreich und widmet sich seiner großen Leidenschaft - dem Schreiben. Herr der Steine ist sein erster Roman. Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Homepage: www.marco-plate.de

Zusammen


Gerade ersetzt die Sonne den Mond und nach einer kühlen Nacht scheinen die wärmenden Strahlen auf meinen Schlafsack. Ausgeruht blicke ich von dem Hügel, auf dessen grüner Wiese wir letzte Nacht im Schein des Erdtrabanten unser Lager aufgeschlagen haben, zu den angrenzenden Bergwäldern und bemerke erst jetzt, wie schön die Stelle ist, die sich nicht weit oberhalb unserer Anfangsstation befindet. Ich habe mit Jack über gestern Abend nicht mehr gesprochen. Mir schwirrt immer noch die Situation mit der Mutter und dem Jungen im Kopf herum. Ich hoffe, bald Jacks Vertrauen zu gewinnen. Die Zeit wird schon Antworten bringen. Zunächst werde ich versuchen, alles weniger emotional zu sehen, möglichst nur Jacks Situation sachlich festzuhalten und meine schriftstellerische Ader weitestgehend zu unterdrücken.Braucht man dafür überhaupt einen Schriftsteller? Bin ich eigentlich die richtige Person?

Wir sehen zu den Hügeln in der Ferne mit ihren immergrünen Regenwäldern und alten Pfaden früherer Generationen. In diesem Gebiet fühlen sich neun der zehn giftigsten Tierarten der Welt zu Hause.

Wir erfrischen uns an einer kleinen Wasserquelle, bevor wir uns auf einem altüberlie