Sascha
Saschas Augen flogen über scheinbar endlose Listen mit den Daten der von ihm ausgewählten Personen, Orten und Zeiten. Obwohl er bereits körperlich erschöpft war, trieb ihn noch immer sein Ehrgeiz, dieses Rätsel zu lösen. Manche Computerspiele machten einfach süchtig.
Komm schon, wo bist du?
Sascha konnte nicht verstehen, warum einige Menschen E-Sports belächelten. Es fühlte sich an, als hätte er bereits einen Marathon hinter sich, könne jedoch trotz Erschöpfung einfach nicht anhalten und müsse immer weiter rennen. Seine Augen waren trocken und brannten wie Feuer. Mit einer Hand scrollte er durch die Bildschirmseiten, während seine andere Hand nach einer Dose Cola griff.
Es musste doch noch einen verborgenen Hinweis geben. Nur welchen? Wenn er wüsste, wonach er suchen sollte, dann könnte er seine Suchfilter weiter anpassen und die Listen an Daten würden kürzer werden.
Sascha spielte CaD. Das tat er immer, wenn er sich entspannen wollte – wobei ihm bewusst war, dass das ArgumentEntspannung nur als eine billige Ausrede herhielt. Es war der Ehrgeiz, der ihn antrieb. Er wusste das nur zu gut.
CaD stand fürCatch and Destroy, eine Art modernes Rätselspiel im Gewand einer Geheimdienst-Simulation zur Terrorismusbekämpfung. Im Spiel bekam man einen fiktiven Terroranschlag geschildert und sollte dann die Hintermänner aufspüren. Dazu bot einem das Spiel eine Kombination aus verschiedensten Systemen an. Man konnte Verbrecherdatenbanken durchsuchen, Geldtransfers verfolgen und sogar Bewegungsprofile von Verdächtigen erstellen lassen. Alles über eine einfache Textkonsole.
Ein Spiel für echte Nerds.
Bisher hatte Sascha noch nie einen Fall gelöst. Immer war irgendjemand schneller als er. Doch dieses Mal war es anders. Er stand kurz vor der Lösung. Er wusste es einfach.
Sascha hatte bereits eine Serie von Anschlägen gefunden, deren Ablauf zu dem jetzt gesuchten Fall identis