: Qayid Aljaysh Juyub, Sternen Funkel, Druide Tingeltangel
: Wicked weird world beyond the veil N_3_D
: TWENTYSIX
: 9783740760151
: 1
: CHF 4.40
:
: Gegenwartsliteratur (ab 1945)
: German
: 448
: Wasserzeichen
: PC/MAC/eReader/Tablet
: ePUB
Wertes Publikum, sei eingeladen zu einem Schauspiel in drei Akten in denen Geschichten aus unsren und anderen Welten zum Vortrage kommen. In der'Wicked Weird World' sei euch präsentiert am Anfang der illustre Dr. Pizer, der da Qualitätskontrolle in einem Atomkraftwerk zelebriert. Danach bittet der gefallene Journo-Gott Abdul die etwas kopflose Aktivistin Marie A. zum journalistischen Tanz. Gangster, Nazis und Ratten treiben danach ihr Unwesen in Gelsum. Es folgt der heilige Druide von Tingeltangel, der des runden Ledergottes Werk verrichtet. Im großen Spiel gibt der virtuelle Krieger Conalf sein trauriges Gastspiel in einer öden Zukunft. Zum Ende des ersten Aktes ergreift eine Pädagogin in'Educatio Sadistico' finale, erzieherische Maßnahmen. Im zweiten Akt blicken wir hinter den Schleier, um einen Kirchenfürsten zur Hölle fahren zu sehen. Darauf verrichtet die Dunkelgräfin ihr blutiges Werk. Der große Zapper grüßt im Anschluss sein tägliches Murmeltier. Darauf verwirklicht sich ein Ex-Soldat als Ratte. Zum krönenden Abschluss sucht Alkastos im Auftrag eines irren Königs das Auge des Milikles. Nun ist es fast vollbracht, denn als dritter Akt erwartet euch ein adventurischer Höllentrip. Ansonsten dürft ihr euch zwischen den Stories auf allerlei Skurriles freuen, wobei allen nicht magischen Geschöpfen dringend empfohlen sei, die Rezepte aus der druidischen Hexenküche mit Vorsicht zu genießen. Was den Rest angeht, so lasst euch überraschen.

Hält nicht wirklich viel von Traditionen und allzu strenge Glaubenssätze sind nicht so sein Ding. Für seinen Sternenfunkel allerdings springt er auch gerne über manchen Schatten, obwohl es dabei manchmal gar heftig im Karton rappelt. 2014 wurde Ju in der Pfalz willkommen geheißen und übt heftig für den pfälzer Einbürgerungstest. Nur das mit denne Elwetritsche fange... wie des wohl geht? Naja, das erfährt ja man dann in diesem Buch.

Story XXIII: Quality goes boom

Jener denkwürdige Test fand in der Nacht zum 31.02. statt und sollte noch lange in Erinnerung bleiben. Freilich war die Besonderheit der Situation den Anwesenden im Kontrollraum des Kernkraftwerkes Kataklizm im Lande Bananova Respublika Durnakrayina nicht so recht bewusst und die Beteiligten gingen eher von einem Routinetest aus. Einige Zeit vor den später geschilderten Ereignissen automatisierte man die Steuerung des Atomkraftwerkes mit Hilfe eines mehr oder weniger ausgefeilten Computersystems und benötigte somit nur zwei Mitarbeiter pro Schicht. Diese äußerst kostengünstige Crew bestand denn auch aus einem Leitenden Ingenieur als Supervisor und – sozusagen als schlecht bezahlter Knecht – dem technischen Assistenten. Letzterer hatte so ziemlich das heulende Elend, da er als letztes Glied in der Nahrungskette und ausführendes Organ fast sämtliche Arbeiten erledigen musste und widerwillig, dank neuer ‚Arbeitsschutzgesetze‘, eine halbe Stunde Pause in seiner 12-Stunden Schicht zuerkannt bekam. Diese äußerst großzügige Ruhezeit lag obendrein im Ermessen des Wachleiters, der sie unter besonderen Umständen ohne Begründung canceln durfte; das wurde dann auch oft und gerne getan.

Jetzt mag der unbedarfte Zeitgenosse denken, dass ein System zur Steuerung eines Kernkraftwerks bzw. dessen Software in einer Simulationsanlage ohne großes Risiko getestet werden sollte. Diese Annahme ist auch auf den ersten Blick schlüssig, aber lässt dabei die ‚betriebswirtschaftlichen Komponenten‘ außer